Biergläser

Biergläser

Wenn es um Genuss geht sollten sie Bier niemals aus der Dose oder Flasche trinken. Denn, versteckt im blickdichten Gebinde kann das Bier weder Farbe bekennen, noch Schaum zeigen. Und auch geschmacklich wird es fehlgeleitet: Durch den schmalen Flaschenkopf und die Mundstellung beim Nippen trifft die Flüssigkeit direkt auf die Zungenspitze, genau dort, wo die Rezeptoren für „süß“ sitzen. Das heißt: Bier aus der Flasche wird immer etwas süßlicher schmecken als aus dem Glas.

Bierglas-Bierkrug

Bierkrug

Bierglas-Ipaglas

Indian Pale Ale Glas

Bierkrug

Der ursprüngliche Bierkrug zeigt sich als kleines, stämmiges und breitwandiges Glas mit Griff, das sich bestens zum prosten eignet. Mittlerweile gibt es elegantere, schmälere und dadurch höhere Krüge. Der Glaskrug ist stabil und wirkt animierend, da er Bierüberfluss suggeriert. Das schätzen Wirte und Gäste. Wenn das Glas gut gekühlt ist, wird durch die dicke Wand das Getränk kühl gehalten. Für viele Biersorten, vor allem Lagerbier, speziell Märzen geeignet.

Indian Pale Ale Glas

Der hohle, gerippte Stiel kitzelt schon beim Einschenken die Aromen aus dem Bier, die dünne Glaswand hält frisch und kühl. Der Oberteil des Glases bezieht bei jedem Schluck die Nase mit ein.

Bierglas-Koelschstange

Kölschstange

Bierglas-Masskrug

Masskrug

Kölschstange

Die minimalistische 0,2 L Stange ist bei uns nur selten zu sehen, ist sie doch eigentlich dem Kölsch vorbehalten. Dünnwandige Gläser entsprechen dem schlanken Bier, die Größe schützt davor, schnell schal zu werden. Nicht nur, weil es rasch ausgetrunken ist, sondern auch, weil die geringe Oberfläche wenig CO2 abzugeben vermag.

Maßkrug

Die 1L-Variante des Krügels wird hauptsächlich in Bayern gesichtet – und auf manchen Ablegern des Oktoberfests, wo es Festbier oder helles Lager beinhaltet. Leer wiegt das mächtige Gefäß über einen Kilo, da wird das Prosten schnell zum Sport.

Bierglas-Pilsstange

Pilsstange

Bierglas-Pint

Pint Glas

Pilsstange

Die Pilsstange ist mit schlanker, hoher Form und dünner Glaswand perfekt für Pils geeignet, ob zylindrisch oder sich nach oben leicht öffnend. Die 0,2 L bis 0,5 L fassenden Biergläser begünstigen die Schaumstabilität, verstärken den schlanken Eindruck des Bieres und unterstützen die Herbe, die sich etwas verzögert im ganzen Mundraum entfaltet.

Pint

In Großbritannien und in den USA regiert das Pintglas. Aber Achtung: In England fasst es 568 ml, in den USA 473 ml, in Australien 0,5 L. Ein Half Pint beinhaltet folgerichtig jeweils halb so viel. Der Becher wird nach oben breiter und zeigt in der klassischen Form noch eine Wölbung. Er wird bis zum oberen Glasrand gefüllt, der Schaum streift man ab.

Bierglas-Steinkrug

Steinkrug

Bierglas-Tekupokal

Tekupokal

Steinkrug

Steinkrüge sind ein Relikt vergangener Tage und bei vielen Biertrinkern nicht mehr allzu beliebt. Der Krug fühlt sich zu warm and und trübt das Trinkerlebnis und weder Farbe, Schaum und Füllmenge sind zu erkennen. In manchen Brau- und Wirtshäusern wird die nostalgische Optik noch zelebriert.

Tekupokal

Der Tekupokal ist ein beliebtes Werkzeug von Verkostern und Sommeliers. Dünnwandig, bauchig, sich nach oben verjüngend lässt sich das Verkostglas schwenken und gibt die feinsten Aromen gebündelt Preis. Die Form – der obere Glasrand knickt noch einmal nach außen – sorgt für eine gleichmäßige, breite Verteilung der Flüssigkeit im Mundraum.

Bierglas-Tulpe

Tulpe

Bierglas-Weizenbierglas

Weizenbierglas

Tulpe

Die Form erinnert an die Namenspatin, das Glas ist in den Größen 0,3 L und 0,5 L relativ häufig zu sehen. Die Tulpe verengt sich zum oberen Rand hin, öffnet sich dann meist noch einmal leicht. Sie ermöglicht eine schöne Schaumbildung und die Entfaltung der Aromen. Bestens geeignet für Pils, belgische Ales, aber auch Stouts und Schwarzbiere.

Weizenbierglas

Das hohe, geschwungene Glas wird traditionellerweise von seinem schweren Fuß am Tisch stabilisiert. Die Farbe der meist trüben Biere kommt im Verlauf schön zur Geltung, die Kohlensäure bündelt sich in einem stabilen Schaum. Meist fasst das Glas mit 0,5 L den gesamten Flascheninhalt, es gibt aber auch die kleine Variante in 0,3 L.

Bierglas-Willibecher

Willibecher

Bierglas-Altbierbecher

Altbierbecher

Willibecher

Böse Zungen nennen das Allroundtalent ein „neutrales“ Bierglas. Tatsächlich bringt der Becher bei mittlerer Wandstärke viele untergärige Biere gut in Form: Unten schmal, dann dickbauchig, bis er sich schließlich wieder verjüngt – so ist er in sämtlichen Größen erhältlich. Vor allem für Durstlöscher passend wie Exportbier, Helles Lager und Märzen.

Altbierbecher

Das obergärige Alt geht gerne in die Breite. Deshalb wirkt der zylindrische Altbierbecher etwas gedrungen. Auch wenn es ihn mit 0,5 L gibt, passt das 0,25 L Glas besser zum Stil, der am besten in kleinen Einzeldosen immer frisch vom Fassgenossen wird.

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