Das Berufsbild bzw. Anforderungsprofil der Servicemitarbeiter hat sich stark geändert. Hierarchisch geprägte Strukturen wurden durch mehr Eigenverantwortung hinsichtlich Gästebetreuung, Verkauf und Kommunikation ersetzt. Die Präsentation der Speisen (meist Tellerservice) verlangt auf Grund wirtschaftlicher Notwendigkeiten nicht mehr den personellen Aufwand von früher. Stattdessen ist in letzter Zeit die persönliche Beratung verstärkt in den Vordergrund getreten.
Die grundsätzlichen praktischen Fertigkeiten, wie Tischdecken und fachgerechtes Service von Speisen und Getränken, sind unverzichtbare Basisfähigkeiten. Ein Restaurantfachmann/ eine Restaurantfachfrau moderner Prägung muss darüber hinaus noch zusätzliche Fähigkeiten haben.
Gutes Service bedarf vieler Eigenschaften und menschlicher Qualitäten. Dazu gehören:
Es wird demnach in diesem Beruf der ganze Mensch, die ganze Persönlichkeit gefordert und nicht nur das Fachwissen. Diese oben genannten Eigenschaften sind jedoch noch nicht als Garantie für gutes Service zu verstehen. Eine hervorragende Dienstleistung ist nur dann möglich, wenn auch die Bereitschaft bzw. der Wille vorhanden ist, sich täglich von neuem auf die verschiedenen Gäste positiv einzustellen und vollen Einsatz zu erbringen. Der Erfolg ist also wie überall im Verkauf großteils an die Person des Verkäufers bzw. des Servicemitarbeiters gebunden.
Je Größer der persönliche Einsatz desto Größer der Erfolg
Voraussetzungen, um erfolgreich zu sein:
Teamwork ist für Sie die Vorraussetzung für erfolgreiches Arbeiten.
Gute Umgangsformen spielen in allen Dienstleistungsberufen eine wesentliche Rolle. Sie sollten jedoch nicht nur im Beruf zur Anwendung kommen, sondern eigentlich eine Selbstverständlichkeit im Alltag eines jeden Menschen sein.
Sowohl den Gästen als auch den Kollegen steht eine respektvolle Behandlung zu
Unter guten Umgangsformen versteht man korrektes Benehmen (keine Zudringlichkeit und Aufdringlichkeit), gute Manieren, Höflichkeit, Hilfsbereitschaft, Toleranz und Rücksichtnahme, Taktgefühl (keine übertriebene Galanterie und auch keine Hochmütigkeit), Diskretion und Ruhe. Eigentümlichkeiten, Gewohnheiten und Wünsche der Gäste müssen respektiert werden, dennoch soll das Verhalten gegenüber dem Gast nicht unterwürfig sein.
Die Servicemitarbeiter, die an vorderster Front stehen, repräsentieren den gesamten Gastronomiebetrieb, das heißt auch jene Kollegen, die hinter den Kulissen des Betriebes tätig sind. Ein unkorrektes Verhalten ihrerseits hat weit größere Auswirkungen, als man gemeinhin annehmen würde. Nicht nur die fachliche Kompetenz, sondern auch die persönliche Ausstrahlung der Mitarbeiter entscheidet, ob der Gast zu einem weiteren Besuch angeregt werden kann.
Zum äußeren Erscheinungsbild gehört klarerweise auch ein gepflegtes, adrettes, jedoch keinesfalls zu auffallendes Äußeres.
Eine auf das Unternehmen abgestimmte Berufskleidung hebt das Erscheinungsbild positiv hervor. Sie soll Mitarbeitern und Gästen gefallen und typisch für den Stil eines Unternehmens sein. Die Berufskleidung dient als Erkennungsmittel und Orientierungshilfe für alle Gäste und ist ein wichtiger Faktor im lebendigen Erscheinungsbild des Unternehmens. Man spricht von Corporate Identity (Unternehmensphilosophie), die als Garant für die Wiedererkennbarkeit und Unverwechselbarkeit des Betriebes seitens der Gäste stehen soll.
Nicht zuletzt ist die Berufskleidung gleichermaßen Schutz bei Arbeitsunfällen und Teil der Hygienevorsorge.
Hygiene und Sauberkeit lassen viele Gäste Rückschlüsse auf die Führung eines Betriebes ziehen. Die Verpflichtung der Servicemitarbeiter zu Sauberkeit und Hygiene bezieht sich nicht nur auf sie selbst, sondern ebenso auf den Umgang mit Speisen und Getränken, Serviergegenständen und sonstigem Inventar.
Persönliche Hygiene ist auch ein sehr wichtiger Faktor zur Verhinderung von Krankheiten, die durch Bakterien und Keime in Speisen und Getränken übertragen werden können.