Gemäß dem Wein-Gesetz der EU ist der Qualitätswein gegenüber dem Land- und Tafelwein die höchste Qualitätsstufe beim Wein. Doch gibt es auch beim Qualitätswein noch verschiedene Stufen, die strengen Auflagen unterliegen (Weingesetz Österreich).
Abkürzung für Klosterneuburger Mostwaage, einer Maßeinheit für das Bestimmen des Mostgewichtes, die von August Wilhelm Freiherr von Babo (1827-1894) im Jahre 1861 entwickelt wurde. 1 °KMW entspricht 1 % Zucker im Most.
Nur beim Tafelwein gibt es keine Ertrags-Beschränkung. Ab Landwein ist dies mit maximal 9.000 Kilogramm Trauben bzw. 6.750 Liter Wein pro Hektar beschränkt. Wird dies überschritten, ist die gesamte Menge als Tafelwein zu deklarieren.
Zumindest 10,6 °KMW (53 °Oe), 8,5% vol Alkohol und 3,5 g/I Gesamt-Säure. Darf nicht in Flaschen unter einem Liter abgefüllt werden (Ausnahme Bergwein).
Muss ausschließlich aus einer einzigen Weinbau-Region stammen. Zumindest
14 °KMW (70 °Oe), zumindest 8,5% vol Alkohol, zumindest 4 g/I Gesamt-Säure, maximal 6 g/I Restzucker.
Die Bezeichnung darf für Tafelwein, Landwein und Qualitätswein dann verwendet werden, wenn die Trauben von Terrassenlagen oder Steillagen mit einer Hangneigung von über 26% stammen und die Herstellung in Österreich erfolgte.
Geeignet sind Getränke, die den Appetit anregen.
Weinmäßig ist folgendes empfehlenswert: Trockene, spritzige, eher säurebetonte Weißweine Schaum- oder Perlwein, Rose, trockener Sherry, Portwein….
in deutschem Sprachraum verwendete Bezeichnung für Schaumwein
ital. Bezeichnung für Schaumwein
2. Gärung des fertigen Weins unter Zusatz von Hefe und Zucker im Stahltank. Wein wird einige Zeit auf der Hefe belassen – dann erfolgt nach vorheriger Filtrierung des fertigen Sekts unter Druck die Füllung in die Flasche
Durch Zugabe von Zucker und Hefe zum fertigen Wein in der Flasche. Flasche wird regelmäßig gerüttelt (Remuage) damit Wein lange Zeit auf der Hefe liegt. Danach wird der Hefesatz aus dem Flaschenhals entfernt (Degorgement).
deutsche Bezeichnung für einen Wein als Zwischenstufe zwischen stillem Wein und Schaumwein (Druck muß zw. 1 und max. 2,8 bar liegen)
italienische Bezeichnung für Perlwein (in Italien bis max. 2,5 bar Druck)
Perlwein wird meistens im Tank vergoren (Methode Charmat) oder Wein wird entweder künstlich mit Kohlensäure versetzt (Kennzeichnungspflicht).
Weiße Rebsorte, die typisch für den Veneto ist, die hauptsächlich zu Frizzante und Spumante verarbeitet wird. Prosecco wird oft fälschlicherweise als Synonym für Perl- od. Schaumwein verwendet.
Fakten |
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| Gesamte Rebfläche Österreichs | ca. 48 500 ha | |
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% der Gesamtfläche
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| Davon 75% Weißwein | Grüner Veltliner | 36,0 |
| Welschriesling | 8,9 | |
| Müller-Thurgau (Rivaner) | 6,8 | |
| Weissburgunder (Pinot blanc) | 5,1 | |
| Riesling | 3,4 | |
| Und 25% Rotwein | Zweigelt | 9,0 |
| Blaufränkisch | 5,4 | |
| Blauer Portugieser | 4,9 |

| Weinbauregion Weinbaugebiet | Hektar | Betriebe |
| Gesamt Österreich | 48 558 | 32 044 |
| Weinland Österreich (Burgenland und Niederösterreich) | 44.568 | 27.692 |
| Carnuntum | 892 | 745 |
| Donauland | 2.732 | 1.710 |
| Kamptal | 3.869 | 1.491 |
| Kremstal | 2.176 | 1.397 |
| Thermenregion | 2.332 | 1.282 |
| Traisental | 683 | 706 |
| Wachau | 1.390 | 867 |
| Weinviertel | 15.892 | 9.774 |
| Burgenland (Weinbauregion mit 4 Weinbaugebieten) | 14.564 | 9.654 |
| Mittelburgenland | 1.877 | 1.098 |
| Neusiedlersee | 8.326 | 3.268 |
| Neusiedlersee-Hügelland | 3.912 | 3.652 |
| Südburgenland | 449 | 1.636 |
| Steiermark (Weinbauregion mit 3 Weinbaugebieten) | 3.291 | 3.821 |
| Südoststeiermark | 1.115 | 2.254 |
| Südsteiermark | 1.741 | 1.066 |
| Weststeiermark | 433 | 491 |
| Weststeiermark | 433 | 491 |
| Wien (Weinbauregion = Weinbaugebiet) | 679 | 497 |
| Bergland Österreich (Rest-Österreich) Kärnten, Überösterreich, Salzburg, Tirol, Vorarlberg | 21 | 34 |
Die Weißweinerzeugung ist etwas weniger aufwändig als die des Rotweines.
Abbeeren der Trauben (rebeln, quetschen) -> Maische -> Pressen -> Entschleimen -> Gärung (ca. 8-10 Tage bei 14-20 Grad) – fast ausnahmslos ohne Schalen und Stiele! -> Sturm/ Jungwein -> Schwefeln, Klären, Schönen -> Ausbauen (lagern bis zur Füllung) -> Abfüllen
Abbeeren der Trauben (rebeln, quetschen) -> Maischegärung- samt Schalen (ca. 4-21 Tage bei 20-30 Grad) -> Pressen -> BSA biologischer Säureabbau -> Schwefeln, Klären, Schönen -> Ausbauen (ev. im Barrique) -> Umziehen -> Abfüllen
Beim biologischen Säureabbau, auch Malolaktische Gärung genannt, wird die aggressive Apfelsäure (Malat) in die mildere Milchsäure (Lactat), durch weineigene Bakterien oder zugefügte, umgewandelt.
Ausbau eines Weines für eine bestimmte Zeit im Barrique-Fass (225 l Eichenfass), um Holzaromen in den Wein zu bringen.
Verschnitt mehrerer fertiger Weine
Wein aus einem rebsortenmäßig „bunt” gemischten Weingarten
Wein wurde nur im Stahltank- ohne Holzeinsatz – ausgebaut
Wein wurde im Stahltank- ohne Holzeinsatz – ausgebaut und im Holzfass endgelagert
Rotweißrote Schleife über der Flaschenöffnung- kann auch rund sein, oder in die Kapsel oder Kronenkorken eingedruckt – zur amtlichen Mengenkontrolle.
Nur mehr bei Qualitätswein notwendig. Nicht erlaubt bei Tafel- und Landwein und ausländischen Weinen.
Herkunft und örtliche Herkunftsbezeichnung:
Jeder österreichische Wein, der zu 100 % aus österr. Trauben besteht, muß mit „österr. Wein”, „Wein aus Österreich” oder „Österreich” bezeichnet werden.
Diese kleineren geographischen Einheiten können auch noch für Wein aus Trauben verwendet werden, die ausschließlich im angegebenen Herkunftsbereich erzeugt wurden: Weinbauregion, Weinbaugebiet, Großlage, Gemeinde, Ried oder Weinbauflur in Verbindung mit dem Namen der Gemeinde, in der diese liegt.
Wenn angeführt, dann muss der Wein zu mind. 85 % aus der genannten Sorte/Jahrgang stammen.
Von Tafelwein bis Trockenbeerenauslese
Voraussetzung für die Klassifizierung als Qualitätswein. Wird nach einer chemischen und sensorischen Analyse vom Bundesamt für Weinbau in Eisenstadt (und dessen Außenstellen) verliehen.
in Volumsprozent, Auf- oder Abrundung möglich. Angabe nur in vollen und halben Einheiten. Der angegebene Gehalt am Etikett darf den analysierten Wert um 0,5 % nicht unter- und überschreiten.
Laut österreichischem Weingesetz gibt es derzeit 35 zugelassene Rebsorten. Hier die Wichtigsten:
ausgeprägtes, würziges Bouquet mit oft typischem “Pfeffer”, frisch und lebendig, Grapefruit eigenständige österreichische Sortenspezialität
eleganter, vielschichtiger Duft nach Steinobst, rassig und delikat, klassische Frucht, im Alter Petrol
zart-duftig mit feinen Apfelaromen, leicht und meist schlank strukturiert, rassiges Säurespiel
kompaktes, oft nussiges Aroma, kräftig ausgebaut, ausgewogen und harmonisch, zarter Nußton, Bittermandel
rassige Fruchtnote nach grünen Äpfeln; frischer und stahliger Wein mit feiner Säure mineralisch
ausdrucksvolles, blumiges Sortenbouquet, extraktreich, weich und geschmeidig
dezentes, leicht muskatiges Bouquet , mild mit zarter, blumiger Fruchtigkeit
im Duft oft Holunder, grasige Würze mit sehr typischem Sortencharakter, Gras, Kräuter, Stachelbeere
ausgewogene, dezente Nußaromatik, weiche, körperreiche Note, zart nussig
würziger und extraktreicher Wein mit fruchtiger Säure
frischer, würziger Wein, markante Säurestruktur, extrakt und alkoholreich
voll, mild und extraktreich, meist zarte Muskatnote mit leichter Restsüße
prägnanter Muskatduft, leicht, schlank und sehr markant
traubiges, ausgeprägtes Muskatbouquet, leicht und frisch mit fruchtiger Säure
duftig, weinig, ausgeprägter Muskatton, manchmal Mandarine
Mandel-Honig, eher säurearm
Beerenfrüchte (Kirsche, Weichsel), aber höhere Säure als Zweigelt, frisch, rassig und fein säuerlich, kräftig, aber dezent gerbstoffhalti
Kreuzung aus Blaufränkisch & St. Laurent, Benannt nach Prof. Dr. Fritz Zweigelt. Voll, kräftig, leicht würzig, körper- und gerbstoffreich, ansprechende Säure, Beerenfrüchte
fruchtig und mild, säurearm, niedriger Alkoholgehalt, dezent fruchtig, zarte Heublumen, wenig Gerbstoffe, mild
nach nötiger Reifezeit samtig trocken, vollmundig und angenehm gerbstoffhaltig, Weichsel, eher süßlicher Duft
rund, samtig und harmonisch, hoher Extraktstoffgehalt
ähnlich Blaufränkisch, aber milder
kräftige Säure, urig
Cassis Aroma, tanninbetont und herb, in der Jugend oft grasige Note, schwarze Johannisbeere/Cassis, grüner Paprika
zartherber Bittermandelton, fruchtig-beerig, körperreich, harmonisch
schwarze Johannisbeere, etwas weniger Tannin als ihr „großer Bruder”, geschmeidiger
vegetabile Noten (Gras, Paprika, Eukalyptus,..) weniger Tannin als Cabernet Sauvignon, und hellere Farbe
intensiv pfeffrig, tanninreich, sehr dunkle Farbe
Besonderheit: Neuzüchtung 1970 durch Dr. Gertraud Mayer an der Klosterneuburger Weinbauschule, benannt nach ehemal. Institutsdirektor Leonhard Roesler
Rebsorte ist erst seit dem Jahr 2000 als Qualitätsrebsorte zugelassen und gegen beide Arten von Mehltau resistent, und frostverträglich bis minus 25 Grad C. Versuchspflanzungen in Neckenmarkt
Vollmundig, gerbstoff- und extraktreich
Besonderheit: Neuzüchtung 1970 durch Dr. Gertraud Mayer an der Klosterneuburger Weinbauschule, benannt nach ehemal. Institutsdirektor Emerich Räthay
Rebsorte ist erst seit dem Jahr 2000 als Qualitätsrebsorte zugelassen und gegen beide Arten von Mehltau resistent, und frostverträglich bis minus 25 Grad C. Versuchspflanzungen in Neckenmarkt
Vollmundig, gerbstoff- und extraktreich
Zumindest 15 °KMW (73° Oe)
Alkohol-Gehalt zumindest 9,0% vol, bei Prädikatswein zumindest 5,0% vol, zumindest 4 g/l Gesamt-Säure
Höhere Qualitätswein-Stufe, gegenüber Deutschland noch kein Prädikatswein. Zumindest 17° KMW (85° Oe), maximal 13% vol Alkohol-Gehalt, maximal 9 g/l Restzucker – darf nicht angereichtert werden – darf keine Restsüße verliehen werden
Muss allen Qualitätswein-Bestimmungen entsprechen. Restzucker darf nur durch Gärungs-Unterbrechung erzielt (Rest nach vollendeter Gärung) werden. Der Alkohol-Gehalt zumindest 5% vol. Spätlesen dürfen nicht vor dem 1. März, die anderen Prädikate nicht vor dem 1 . Mai nach dem Lesejahr verkauft werden. Ab der Auslese muss es sich um Traubengut mit entsprechend steigendem Anteil an überreifen, edelfaulen und eingetrockneten Beeren, hervorgerufen durch Botrytis (Edelfäule) handeln.
Zumindest 19 °KMW (94 °Oe); vollreife Trauben.
Zumindest 21 °KMW (105 °Oe); vollreife, ausgelesene Trauben.
Zumindest 25 °KMW (125 °Oe); überreife und/oder edelfaule Trauben.
Zumindest 25 °KMW (125 °Oe). Die Trauben werden in gefrorenem Zustand gekeltert und gepresst, das Eis (Wasser) bleibt im Trester zurück. Bei Nichterreichen der Mostgrade kann (muss) der Wein als Qualitätswein vermarktet werden.
Zumindest 25 °KMW (125 °Oe). Muss aus vollreifen und zuckerreichen Beeren produziert werden, die vor dem Keltern mindestens drei Monate auf Stroh, Schilf gelagert oder an Schnüren oder Ähnlichem aufgehängt waren. Gemäß einer Gesetzes-Novellierung im Jahre 2002 kann aber das Lesegut auch bereits nach zwei Monaten abgepresst werden, wenn ein Mostgewicht von zumindest 30 °KMW erreicht ist. Bei Nicht-Erreichen der Mostgrade kann (muss) der Wein als Qualitätswein vermarktet werden.
Zumindest 27 °KMW (135 °Qe), ausschließlich edelfaule, überreife und eingetrocknete Beeren. Eine österreichische Spezialität aus dem Burgenland ist der Ruster Ausbruch. Eine Mostauslaugung ist zulässig (Beimischen von frisch gekeltertem oder bereits gärenden Traubenmost oder sogar Wein zur Trockenbeeren-Maische. Dadurch werden die in kristalliner Form in den Beeren vorhandener Zucker „ausgebrochen” bzw. ausgelöst).
Mind. 30 °KMW (150 °Oe); edelfaule, eingeschrumpfte Trauben
ist ein Wein, der ausschließlich aus Weingärten mit einer Hangneigung von mehr als 26% oder von Terrassenlagen gewonnen wurde.
Reifelagerung von mindestens zwölf Monaten bei Rot- und vier Monaten bei Weißweinen. Von der Vereinigung „Vinea Wachau” wurden spezielle Weinkategorien für den trockenen Wachauer Wein kreiert.
Besonderheit der Wachau
Gebietsmarken-Kategorisierung der Winzervereinigung Vinea Wachau
Idee: leichte, duftig, spritzige Weißweine
Entspricht der Qualitätsstufe: Qualitätswein
Also zw. 15° und 17° KMW aber max. 11 % vol Alkohol
Idee: rassig, elegante Weissweine
Entspricht in etwa der Qualitätsstufe: Kabinett
Also mind. 17° KMW, zw. 11,5 und 12,5 % vol Alk., kein Anreichern
Idee: wertvollste, reifste, trockene Weissweine
Nur physiolog. Reife Trauben, mind. 18,2° KMW, mind. 12,5% vol. Alkohol
Chardonnay, Grüner Veltliner (mit hoher Reife), Riesling, Grauburgunder, Traminer, Blaufränkisch, St. Laurent, Cabernet Sauvignon….
Es ist alles etwas weniger streng, als weithin verbreitet! Es gilt das „Ähnlichkeitsprinzip” !
Nicht zwingend: helles Fleisch (Huhn, Fisch,…) heller Wein Tiefgründiger:
würzige Speise –> würziger Wein
Zartes Gericht –> zarter Wein
Ähnliche Aromen in Wein & Speisen kombinieren!
„Weinfreunde”
Austern, Bananen, Birnen, Erdbeeren, Fleisch aller Arten, Heidelbeeren, Himbeeren, Hummer, Käse aller Arten, Mango, Meeresfrüchte aller Arten, Pasteten, Räucherlachs und Paprika
„Weinfeinde”
Artischocken, Chicoree, Chili, Curry, Eierspeisen, Eis, Essig, Früchte-Sorbets, Hering, Johannisbeeren, Mayonnaise, Ölsardinen, Orangen, Preiselbeeren, salzige Speisen, saure Salate, Schokolade, Spinat, Zitrusfrüchte