Mitten im Leben

Es sehrwohl an einem zehrt,
wenn die Zeit unbekümmert nagt,

obgleich du dich dagegen wehrst
auch wenn man „wehe, wehe“ klagt!

Silber beginnt das Haar zu schimmern!
Obwohl die Rundungen noch straff –

da hilft kein wimmern –
wird zögerlich der Körper schlaff.

Du kniest dich nieder
und spürst es jeh im Rücken,

es schmerzen dich die Glieder.
Mühsam wird das bücken!

Am Abend – bieder
kann nichts dich locken,

bettest früh dich nieder
mit warmen woll’nen Socken.

So stellt sich’s dar – das Alter.
Dagegen wächst kein Kraut.

Doch legst du um im Kopf den Schalter
ganz anders es sich schaut!

Wand’re nun dem Tag entgegen –
kaum gebrechlich; doch geschwind;

Tatenkräftig und verwegen;
Eigentlich als halbes Kind!

So wirst du haben
an allen Tagen reichlich „Pfeffer“!

Und nebst aller guten Gaben
viele gute „Treffer!“