HACCP Arbeitsanweisungen

Anwendungsbereich:

Arbeitsanweisung zur Kontrolle und Gewährleistung der Anforderungen gem. Anhang II zur VO(EG) 852/2004

Durchführung der Gefahrenbeherrschung

  • Waschbecken, Handwaschbecken, Handtuchspender und Seifenmittel sind in ausreichendem Maß vorhanden.
    Kalt- und Warmwasserzufuhr sind geregelt.
  • Eine ausreichende Beleuchtung ist vorhanden.
  • Abwasseranlagen können nicht zur Kontamination von Lebensmitteln führen.
  • Lüftungsanlagen mit ausreichender Kapazität sind vorhanden.
  • Sanitäre Anlagen und Umkleideräume sind entsprechend der Mitarbeiterzahl vorhanden.
  • Räume, Vorrichtungen und Geräte sind zu kontrollieren.
    Insbesondere der Zustand von Fugen, Dichtungen und Kacheln ist zu kontrollieren.
  • Behälter, die der Lagerung und Beförderung von Lebensmittel dienen, sind zu kontrollieren.
  • Behälter und Räumlichkeiten für Lebensmittelabfälle sind zu kontrollieren.
  • Reinigungs- und Desinfektionsmittel werden nicht in Bereichen gelagert, in denen mit Lebensmitteln umgegangen wird.

Kontrollverfahren:

Betriebsbegehung mind. 2 x jährlich

Korrekturmaßnahmen:

Reparaturauftrag an Handwerker

Installationsauftrag an Handwerker

Dokumentation:

Checkliste Betriebsbegehung

Warenannahme und Überprüfung

Anwendungsbereich / Grenzwerte

Temperaturen

Beschaffenheit der Ware

Zustand der Verpackung

Mindesthaltbarkeitsdatum

Schädlingsbefall

Kühlkette Lieferant

Durchführung der Gefahrenbeherrschung

Lieferantenbewertung

Siehe nachfolgende Tabelle

Kontrollverfahren

Checkliste Warenannahme

Jährliche Überprüfung der Temperaturmessgeräte mittels geeichtem Thermometer

Dokumentation

Unterschrift mit Datum auf dem Lieferschein

Ggf. Unterschrift des Lieferanten mit Datum auf dem Lieferschein

Checkliste Warenannahme

Prüfpunkte Grenzwerte Durchführung der Gefahrenbeherrschung Durchführung der Korrektur maßnahmen
Temperaturen
Tiefkühlwaren < -18 °C Bei Verdacht auf Nichteinhaltung Kontrolle durch Thermometer

Stichprobenkontrolle

Bei Überschreiten der Grenzwerte Annahme verweigern und beim Lieferanten reklamieren
Fleisch / Wurst < +7 °C Wie oben Wie oben
Haarwild < +6 °C Wie oben Wie oben
Wildkaninchen < +4 °C Wie oben Wie oben
Geflügel < +4 °C Wie oben Wie oben
Fisch < +2 °C

oder schmelzendes Eis

Wie oben Wie oben
Milch, pasteurisiert < +10 °C Wie oben Wie oben
Milcherzeugnisse < +10 °C Wie oben Wie oben
Käse < +10 °C Wie oben Wie oben
Eier > +5 °C Wie oben Wie oben
Gemüse / Obst Einzelempfehlungen Wie oben, sensorische Prüfung Wie oben
Beschaffenheit der Ware Sensorisch einwandfrei Bei jeder Lieferung sensorische Prüfung (Aussehen, Schimmelbildung, Geschmack, Verschmutzung, Konsistenz, Geruch) Annahme verweigern
Zustand der Verpackung Hygienisch einwandfrei und unbeschädigt Bei jeder Lieferung Sichtprüfung Annahme verweigern
Mindesthaltbarkeits-datum MHD Bei jeder Lieferung Sichtprüfung Annahme verweigern
Schädlingsbefall Befallsfrei Bei jeder Lieferung Sichtprüfung Annahme verweigern
Lieferantenfahrzeug und Fahrer Sauber, Schädlingsbefall, Temperatur Bei jeder Lieferung Sichtprüfung Annahme verweigern

Rückverfolgbarkeit

Durchführung der Gefahrenbeherrschung

  • Die Rückverfolgbarkeit ist über alle Stufen sicherzustellen.
  • Die Person muss feststellbar sein, von dem der Unternehmer eine Ware erhalten hat.
  • Das Kundenunternehmen muss feststellbar sein. Dazu sind Systeme und Verfahren einzurichten, den zuständigen Behörden sind damit die notwendigen Informationen mitzuteilen.
  • Waren sind ausreichend zu kennzeichnen, um ihre Rückverfolgbarkeit zu erleichtern.
  • Waren, die den Anforderungen der Lebensmittelsicherheit nicht entsprechen, sind aus dem Verkehr zu ziehen (wenn nicht mehr unter eigener Kontrolle). Die Information des Verbrauchers muss „effektiv und genau“ erfolgen, wenn das Produkt den Verbraucher bereits erreicht haben könnte.
  • eigene Herstellung = volle Eigenverantwortung

 

Kontrollverfahren und Dokumentation

Lückenlose Dokumentation der Wareneingänge und ggf. der Warenausgänge mit Identifizierung aller Lieferanten und ggf. Abnehmer (Gäste) mit folgenden Elementen:

  • Datum und Zeit der Lieferung
  • Produkt
  • Menge
  • Lieferant
  • Lieferschein- bzw. Rechnungsnummer

Laut Lieferantenbewertung

Lagerung

Anwendungsbereich / Grenzwerte

  • Temperaturen der Lagerräume
  • Mindesthaltbarkeitsdatum
  • Schädlingsbefall
  • Mangelhafte Reinigung der Lagerräume

Durchführung der Gefahrenbeherrschung

Laut nachfolgender Tabelle

Durchführung der Korrekturmaßnahmen

Laut nachfolgender Tabelle

 

Prüfpunkte Grenzwerte Durchführung der Gefahrenbeherrschung Durchführung der Korrekturmaßnahmen
Temperatur
Tiefkühlgeräte

 

Kühlschränke

 

 

Fischkühlzelle

< -18 °C

 

< +6 °C

 

 

< +2 °C

Tägliche Temperaturkontrolle Bei Nichteinhaltung der Temperaturgrenzen muss ein Techniker verständigt werden. TK-Ware muss bei Nichteinhaltung der Temperaturgrenzwerte umgeräumt, verarbeitet oder ggf. vernichtet werden.
Mindesthaltbarkeitsdatum MHD Ständige Sichtprüfung Bei Überschreitung des MHDs, Ware entsorgen
Werterhaltende Lagerung

Tiefkühlprodukte

 

Fischprodukte

 

Saubere und geeignete Gefäße
Temperatur, schmelzendes Eis

 

Ständige Sichtkontrolle
Ständige sensorische Kontrolle

 

Vakuumverpackung

Tiefkühlgeeignete Originalverpackung

 

Eislagerung

Dokumentation

  • Checkliste/Formblätter TK, Kühlung, Lagerkontrolle
  • Wartungsverträge mit Fachfirmen

Produktion

Anwendungsbereich / Grenzwerte

  • Auftauen von tiefgefrorenen Lebensmitteln
  • Kerntemperaturen während der Garprozesse – siehe Tabelle nächste Seite
  • Kerntemperaturen während des Abkühlens – siehe Tabelle nächste Seite
  • Temperaturen der Energiequellen (Herd, Friteusen, Konvektomat)
  • Friteusenfett nicht überlastet und sensorisch einwandfrei

Durchführung der Gefahrenbeherrschung

  • Auftauen der Lebensmittel ausschließlich in Kühlräumen oder Kühlschränken mittels Auftaugeschirr
  • Strikte Einhaltung lebensmittelgerechter Garverfahren – siehe Tabelle nächste Seite
  • Schnelles Passieren der gefährlichen Temperaturzone (15 – 65 °C) beim Erhitzen und beim Abkühlen
  • Ständige Überwachung der Temperaturen mittels Einstichthermometer
  • Stichprobenartiges Überwachen der Temperaturen
  • Bei in Behältern oder Portionseinheiten abgefüllten Speisen, die nicht am Tage der Herstellung verwendet werden, ist der Herstellungstag gut sichtbar und lesbar am Behälter anzugeben.
  • Rechtzeitiges Wechseln des Friteusenfettes
  • Strikte Vermeidung von Kreuzkontaminationen
  • Reinigung und ggf. Desinfektion der Hände, Geräte und Arbeitsflächen nach jedem Arbeitsgang (Postenpflege)

Kontrollverfahren

  • Sensorische Beurteilung der Ware bei Lagerentnahme
  • Ständige ggf. stichprobenartige Überwachung der Temperaturen
  • Jährliche Überprüfung der Temperaturmessgeräte mittels geeichten Thermometers
  • Jährliche Überprüfung der Energieträger bei Bedarf durch Fachfirma
  • Halbjährige Betriebsbegehung

Korrekturmaßnahmen

Siehe Maßnahmen nächste Seite

Bei Gerätefehler oder Geräteausfall Maßnahmen durch Fachkräfte bzw. Fachfirma

Bei Geräteausfall Produktion wie Überproduktion durchführen

Dokumentation

  • Checklisten
  • Checklisten – Verarbeitungshygiene
  • Aufzeichnungen der Fachfirma

Speisen

Temperatur

Zeit

Maßnahmen

Geflügel (Braten, Grillen)

³ +80 °C

Mind.

3 Min.

Weiter erhitzen bis ³ +80 °C, Verlängerung der Gardauer
Geflügel (Braten, Grillen)

³ +72 °C

Mind.

10 Min.

Weiter erhitzen bis ³ +72 °C, Verlängerung der Gardauer
Schlachtfleisch (Braten und Grillen), durchgegart

³ +80 °C

Mind.

3 Min.

Weiter erhitzen bis ³ +80 °C, Verlängerung der Gardauer
Schlachtfleisch (Braten und Grillen), durchgegart

³ +72 °C

Mind.

10 Min.

Weiter erhitzen bis ³ +72 °C, Verlängerung der Gardauer
Hackfleisch muss durchgegart werden

³ +80 °C

Mind.

3 Min.

Weiter erhitzen bis ³ +80 °C, Verlängerung der Gardauer
Hackfleisch muss durchgegart werden

³ +72 °C

Mind.

10 Min.

Weiter erhitzen bis ³ +72 °C, Verlängerung der Gardauer
Warmspeisen (Rinderfilet, Roastbeef)

£ +72 °C

Just in time

Sofortige Ausgabe innerhalb von max. zwei Stunden, danach durchgaren
Fisch

³ +80 °C

Mind.

3 Min.

Weiter erhitzen bis ³ +80 °C, Verlängerung der Gardauer
Fisch

³ + 72 °C

Mind.

10 Min.

Weiter erhitzen bis ³ +72 °C, Verlängerung der Gardauer
Eier

Kochen

Mind.

8 Min.

Kochtemperatur erhöhen,

Garzeiten verlängern

Speisen für den Kaltverzehr Runterkühlen innerhalb von 60 Minuten auf £ +10 °C,

Weiteres Abkühlen innerhalb von 30 Min. auf 3 °C Lagertemperatur

Laufende Überwachung der Temperaturen.

Speisenausgabe

Anwendungsbereich / Grenzwerte

Temperaturen Warmspeisen > 65 °C

Temperaturen Kaltspeisen £ 10 °C

Roheihaltige Kaltspeisen £ 7 °C

Temperaturen Speiseeis in Fertigpackungen £ -18 °C

Temperaturen vorportioniertes Softeis £ -10 °C

Temperaturen Ausgabe loses Speiseeis £ -5 °C

Durchführung der Gefahrenbeherrschung

Ausreichendes Erhitzen und Warmhalten

Zeitgemäße Entnahme der Speisen aus der Kühlung

Austausch der Speisen nach Erreichen der Auslagezeit

Verwendung von sauberen Vorlegebestecken, Eisportionierern und Messern

Durchgängige Temperatureinhaltung

Produktgruppentrennung beim Anrichten und bei der Ausgabe

Kontrollverfahren

Rückstellproben bei leicht verderblichen Lebensmitteln mit Herstelldatum

Rückstellproben bei +4 °C mind. 96 Std. aufbewahren

Kontrolle der Temperatur

Kontrolle der Temperatur bei Kaltausgabe mit einem Einstichthermometer

Jährliche Überprüfung der Energieträger durch Fachfirma

Betriebsbegehung

Korrekturmaßnahmen

Bei Gerätefehler oder Geräteausfall Maßnahmen (bei Bedarf durch eine Fachfirma)

Bei Geräteausfall Warmspeisen wie Überproduktion behandeln und Kaltspeisen ggf. entsorgen

Dokumentation

Checklisten – Verarbeitungshygiene

Aufzeichnungen Maßnahmen

Bericht Fachfirma

Speisen

Temperatur

Zeit

Maßnahmen

Geflügel (Braten, Grillen)

³ +65 °C

3 Std.

Ausgabeeinheit erhitzen bis

³ +80 °C

Schlachtfleisch (Braten und Grillen), durchgegart

³ +65 °C

3 Std..

Ausgabeeinheit erhitzen bis

³ +80 °C

Hackfleisch muss durchgegart werden

³ +65 °C

3 Std.

Ausgabeeinheit bis ³ +80 °C
Fisch

³ +65 °C

*

Ggf. entsorgen
Kaltspeisen
  • Salate und Dressings

£ + 0 °C

Sofortige Ausgabe

Ware ggf. entsorgen
  • Salate und Dressings

£ +7 °C

MHD beachten

Ware ggf. entsorgen
  • Frisch produzierte Salate

Max. 2 Std.

Einstellung des pH-Wertes von unter 4,5
  • Kochpuddings

Max. 2 Std.

Rückkühlung beschleunigen,

Reste aus der Ausgabe entsorgen

  • Nicht durcherhitzte roheihaltige Speisen

Max. 2 Std.

Ware ggf. entsorgen
Nicht durchgegarte Warmspeisen
  • Kartoffelsalat

Max. 2 Std.

Einstellung des pH-Wertes von unter 4,5, ggf. entsorgen
  • Kurzgebratenes wie Rinderfilet, Roastbeef u. Ä.

Sofortige Ausgabe

Keine Rückkühlung, ggf. entsorgen
  • Warm aufgeschlagene Saucen wie Sauce Hollandaise

Max. 2 Std.

Keine Rückkühlung, ggf. entsorgen
  • Fischgerichte nur kurzfristig warmhalten, da sonst Gefahr der Austrocknung

Speisentransport

Anwendungsbereich / Grenzwerte

  • Arten der Behältnisse, die die Verkehrsfähigkeit der Lebensmittel sicherstellen
  • Temperaturen der Behältnisse
  • Trennung der zu befördernden Lebensmittel

Durchführung der Gefahrenbeherrschung

  • Ausreichende Isolierung der Behältnisse zur Beförderung tiefgefrorener, gefrorener, kühl oder heiß zu haltender Lebensmittel, damit die bei der Beförderung einzuhaltenden Temperaturen gewährleistet sind
  • Strikte Vermeidung von Kreuzkontaminationen
  • Strikte Trennung der Lebensmittel von anderen transportierten Waren
  • Benutzung sauberer und instand gehaltener Behältnisse
  • Transportbehälter müssen leicht zu reinigen und ggf. zu desinfizieren sein

Bei internen Speisentransporten

    • Transportwege dürfen sich nicht mit Abfallwegen kreuzen
    • Bei kurzen Wegen und kleineren Mengen sind mind. Thermoporten einzusetzen (passive Temperaturzufuhr)
    • Thermowagen sind bei längeren Wegen und größeren Mengen einzusetzen (aktive Temperaturzufuhr)

Bei externen Ausgabestellen

    • Transportfahrzeuge müssen für den Transport von Lebensmitteln geeignet sein
    • Die Innenräume der Transportfahrzeuge müssen aus glatten abwaschbaren Materialien bestehen
    • Keine gemeinsamen Transporte mit Abfällen oder anderen Lebensmitteln
    • Transportfahrzeuge müssen in der Lage sein, die verlangten Temperaturanforderungen einzuhalten

Kontrollverfahren

Ständige Überprüfung der Behältnisse

Ständige ggf. stichprobenartige Kontrolle der Temperaturen

Sichtprüfung der Transportmittel

Korrekturmaßnahmen

Bei Bedarf Instandsetzung der Behältnisse bzw. Erneuerung

Dokumentation

  • Checklisten – Speisentransport
  • Aufzeichnungen der Fachfirma
  • Lieferschein / Rechnung bei Neuanschaffung

Überproduktion

Anwendungsbereich / Grenzwerte

  • Temperaturen nicht erwärmter Speisen
  • Temperaturen regenerierter Speisen
  • Sensorisch fehlerhafte Speisen

Durchführung der Gefahrenbeherrschung

  • Sofortige Kühlung oder Tiefkühlung überproduzierter Speisen
  • Kennzeichnung überproduzierter Speisen als solche sowie mit Datum und hauseigenem MHD
  • Behandlung regenerierter Lebensmittel wie frische Lebensmittel

Ausschluss bei der Regeneration:

    • Speisen, die schon regeneriert wurden
    • Fisch, Spinat
    • mit Milch oder Ei angemachte unkonservierte Salate

Kontrollverfahren

Kontrolle der Einlagerungstemperatur

Jährliche Überprüfung der Energieträger durch Fachfirma

Betriebsbegehung

Korrekturmaßnahmen

Bei Gerätefehler oder Geräteausfall Reparaturen durch Fachfirma durchführen

Bei Nichteinhaltung der notwendigen Einlagerungstemperaturen Waren umlagern ggf. entsorgen

Dokumentation

  • Checklisten Temperaturen
  • Checklisten Überproduktion
  • Aufzeichnungen Maßnahmen
  • Aufzeichnungen Fachfirma

Schädlingsbefall

Anwendungsbereich / Grenzwerte

Befall von Schädlingen

Negative Beeinflussung von Lebensmitteln durch Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen

Durchführung der Gefahrenbeherrschung

  • Erhaltung von Ordnung und Sauberkeit von Produktions- und Lagerräumen
  • Aufbewahrung von Lebensmitteln in abgedeckten Behältern
  • Aufbewahrung von Müll in geschlossenen Behältern
  • Fenster ohne Insektenschutz geschlossen halten
  • Regelmäßige Kontrolle auf Schädlingsbefall
  • Vorbeugende Maßnahmen (bei Bedarf durch eine Fachfirma)

Korrekturmaßnahmen

Von Schädlingsbefall betroffene Waren entsorgen

Schädlingsbefall beseitigen

Schädlingsbefall von Fachfirma bekämpfen lassen

Dokumentation

Checkliste Schädlingsbekämpfung

Vertrag und Aufzeichnungen der Fachfirma

Zertifizierung der Fachfirma

Entsorgung

Anwendungsbereich / Grenzwerte

  • Mängel in der Mülltrennung
  • Unzureichende Abtransportgeschwindigkeit der Abfälle

Durchführung der Gefahrenbeherrschung

  • Behältnisse täglich entleeren
  • Abfälle sind ggf. in Vorrichtungen zu sammeln, die ohne Handberührung zu öffnen sind
  • Abfälle räumlich getrennt vom Produktionsbereich lagern
  • Organische Abfälle sind gekühlt zu lagern
  • Selbstentsorgung von Flaschen, Glas u. Ä.
  • Restmüllentsorgung durch Zweckverband
  • Entsorgung der organischen Abfälle durch zertifizierte Fachfirma

Kontrollverfahren

Überprüfung Entsorgungsrhythmus

Überprüfung Mülltrennung

Korrekturmaßnahmen

Bei zu hohem Abfallaufkommen, zusätzliche Behälter bereitstellen

Schnelleren Entsorgungsrhythmus durch Fachfirma vereinbaren

Dokumentation

  • Checkliste
  • Entsorgungsvereinbarungen und mit Fachfirmen
  • Ggf. Zertifizierungen der Fachfirmen

Reinigung und Desinfektion

Anwendungsbereich

  • Mindesthygieneanforderungen laut Reinigungsplan
  • Spül- und Klarspültemperatur der Spülmaschine
  • Optische Sauberkeit des Geschirrs (sichtbare Verschmutzungen bei gespültem Geschirr)

Durchführung der Gefahrenbeherrschung

  • Einhaltung des Reinigungsplanes
  • Richtige Dosierung des Spülmittels der Spülmaschinen
  • Entnahme der Spülgutteile mit sauberen Händen

Kontrollverfahren

Ständige Sichtkontrolle

Temperaturkontrolle der Spülmaschine

Korrekturmaßnahmen

Erfüllung des Reinigungsplanes

Einstellung der Spülmittelkonzentration nach Angaben des Herstellers

Reparatur und richtige Einstellung der Spülmaschine durch Fachfirma

Dokumentation

  • Checkliste Reinigung
  • Maßnahmennachweise

Getränkeschankanlagen

Anwendungsbereich / Grenzwerte

  • Kühltemperatur
  • Geschmacksveränderung
  • Optische Veränderung (Trübung)
  • Mindesthaltbarkeitsdatum

Durchführung der Gefahrenbeherrschung

  • Reinigung der Anlagen laut Betriebsbücher für Getränkeschankanlagen
  • Wöchentliche Reinigung der KEG-Verschlüsse
  • Tägliche Reinigung des Aufgabenbereiches
  • Tägliche Reinigung der Auslaufbogen der Zapfarmatur

Kontrollverfahren

Ständige sensorische Kontrolle

Kontrolle der Betriebsbücher für Getränkeschankanlagen

Korrekturmaßnahmen

Evtl. Austausch der Kühlflüssigkeit durch Fachfirma

Evtl. Reparatur durch Fachfirma

Austausch der Getränke

Dokumentation

  • Checkliste
  • Betriebsbuch für Getränkeschankanlagen
  • Reparaturnachweise durch Fachfirma

Personalhygiene

Anwendungsbereich

  • Gepflegtes, sauberes Aussehen
  • Gereinigte Hände
  • Saubere, kurze und unlackierte Fingernägel
  • Ablegen von Schmuck und Uhren während der Arbeitszeit
  • Betreten des Arbeitsbereiches nur in sauberer Berufskleidung
  • Rauchverbot im gesamten Produktionsbereich

Durchführung der Gefahrenbeherrschung

  • Reinigen der Hände und Fingernägel
    • vor jedem Arbeitsbeginn
    • nach Beendigung eines jeden Arbeitsabschnitts
    • nach jedem WC-Besuch
    • mindestens alle zwei Stunden
  • Getrennte Aufbewahrung der Arbeits- und Privatkleidung
  • Tragen hygienisch einwandfreier Arbeitskleidung
  • Ablegen der Arbeitskleidung bei Verlassen des Produktionsbereiches
  • Tägliches Wechseln der Arbeitskleidung und nach starken Verschmutzungen
  • Regelmäßige Schulung im Hygienebereich

Kontrollverfahren

Tägliche Kontrolle durch verantwortliche Person

Korrekturmaßnahmen

Anweisung zur Durchführung – siehe Personalhygiene Kapitel 9.3

Dokumentation

Der Erhalt der Information über die Hygienemaßnahmen ist von jedem Mitarbeiter durch seine Unterschrift zu bestätigen.

Krankheiten und ansteckende Krankheiten

Anwendungsbereich

  • Gesundheitszeugnis bei Dauerausscheider
  • Belehrung und Folgebelehrung gemäß Infektionsschutz-Gesetz
  • Hygienisch abgedeckte Wunden
  • Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung – AUB

Durchführung der Gefahrenbeherrschung

  • Vorlage des Gesundheitszeugnisses vor der Arbeitsaufnahme
  • Vorlage des Belehrungsnachweises gemäß Infektionsschutz-Gesetz
  • Sofortige Behandlung von Verletzungen und Wunden und Abdeckung mit Pflaster / Fingerlingen / Wundauflagen
  • Abwendung der Mitarbeiter von den Lebensmitteln bei Husten und Niesen
  • Umgehende Konsultation eines Arztes bei Verdacht auf ansteckende Krankheiten Arbeitsausschluss bei Vorlage des ärztlichen Attestes

Kontrollverfahren

  • Untersuchungsbefunde des zuständigen Gesundheitsamtes
  • Überprüfung der Belehrung und Folgebelehrung gemäß IfSG
  • AUB

Korrekturmaßnahmen

  • Arbeitsausschluss
  • Untersuchung der Mitarbeiter durch das Gesundheitsamt bei Gefahr von ansteckenden Krankheiten
  • Belehrung durch das Gesundheitsamt oder betriebliche Folgebelehrung

Dokumentation

Untersuchungsbefunde des zuständigen Gesundheitsamtes

Mitarbeiterschulung

Anwendungsbereich

  • Mitarbeiterschulung nach DIN 10514 „Lebensmittelhygiene-Schulung“
  • Mitarbeiterschulung vor erstmaliger Arbeitsaufnahme
  • Jährliche Schulung von ständigen Mitarbeitern

Durchführung der Gefahrenbeherrschung

Schulungen vor erstmaliger Arbeitsaufnahme

Kontrollverfahren

Überprüfen der Personallisten

Korrekturmaßnahmen

Arbeitsausschluss

Schulung

Dokumentation

Schulungsnachweis durch Bestätigung mittels Unterschrift der beteiligten Mitarbeiter

Schulungspläne mit zu vermittelnden Inhalten