30ter Geburtstag

Es sehrwohl an einem zehrt
der Zahn der Zeit der nagt
obgleich du dich dagegen wehrst
auch wenn man „wehe, wehe“ klagt!

Wenn’s Haar auch noch nicht silbrig ist
und auch die Rundungen noch straff,
immer öfter du etwas vergisst
wird zögerlich der Körper schlaff

Du kniest dich nieder
spürst es jeh im Rücken
es schmerzen dich die Glieder
mühsam wird das bücken

Am Abend – bieder
kann nichts dich locken
bettest früh dich nieder
mit warmen woll’nen Socken

Du hingegen
kaum gebrechlich; doch geschwind;
knusprig und verwegen
eigentlich – ein halbes Kind!

So sollst du haben
im Leben reichlich „Pfeffer“!
Und nebst aller guten Gaben
auch den richt’gen „Treffer!“

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