{"id":294,"date":"2011-04-03T15:08:36","date_gmt":"2011-04-03T14:08:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.philodex.net\/blog\/?p=294"},"modified":"2011-04-03T15:08:36","modified_gmt":"2011-04-03T14:08:36","slug":"ausgenutzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.philodex.com\/lit\/ausgenutzt\/","title":{"rendered":"Ausgen\u00fctzt"},"content":{"rendered":"<p>Es ist wie Sport oder ein Spiel das haupts\u00e4chlich gepflegt und betrieben wird von einer bestimmten Spezies von Menschen die unter dem Sammelbegriff Parven\u00fc zusammengefa\u00dft werden k\u00f6nnen. Meist haben diese Menschen eine durchschnittlich gute Position im Berufsleben durch speichellecken, kriechen und Freunderlwirtschaft erlangt, derer sie nicht gewachsen sind, k\u00f6nnen diese aber halten, durch das ausspielen der Machtposition den Untergebenen gegen\u00fcber die sich solcher Karrierehilfsmittel nicht bedienen wollen, weil sie einfach der Meinung sind, da\u00df es die Arbeitsleistung sein sollte mit der man zu den geh\u00f6rigen Ehren kommen wird. Eine riesige Schar, an Mitarbeitern aber sind die Bauern in diesem Schachspiel, die es zu ertragen haben, da\u00df sie mit bei\u00dfendem Spot, und Kraft der niedrigeren Stellung in der Hierarchie in gewisser Weise wehrlos sind und dies zum Anla\u00df genommen wird sie zu unterdr\u00fccken.<\/p>\n<p>Diese reinste Willk\u00fcr ist zu ertragen, nicht jedermann Willens und erfordert eine gute psychische Konstitution. Fehlentscheidungen sind nicht durch sachliche Argumente, belegbare Begr\u00fcndungen und vor allem anderen nicht durch Kompetenz vor der gewissen h\u00f6heren Klientel erkl\u00e4rbar. So ist es bitterer Lohn, von bitterem, zerfleischendem Hohn unverfroren ausgen\u00fctzt vor die T\u00fcr gesetzt und die mit Flei\u00df erarbeitete Korrektur an den vorgesetzten Empork\u00f6mmling weiter gegeben zu haben, in dem Bewu\u00dftsein, das Geschaffene wird piet\u00e4tlos f\u00fcr sich verwendet und der erhaltene Dank ist das ironische Grinsen auf dem Gesicht des Diebes des gedanklichen Eigentums, wenn er sich mit Hilfe des erbeuteten Werkes wieder einmal selbst gut vermarkten konnte.<\/p>\n<p>War es nicht entsprechend, ist man kaum in der Lage die bissig \u00e4tzenden Bemerkungen die man \u00fcber sich ergehen lassen mu\u00df zu verkraften und versucht zuk\u00fcnftig noch besseres zu leisten, schraubt die eigenen Bem\u00fchungen ins \u00fcbermenschliche um endlich zu gefallen, lechzend nach ein wenig Anerkennung, einem winzigen Wort des Dankes oder des Lobes. Obwohl, schon bald stellt sich heraus, da\u00df die folgenden Gespr\u00e4che schon sch\u00e4rfer und spitzz\u00fcngiger beginnen als die letzten geendet haben. Noch boshafter und sp\u00f6ttischer wird man behandelt und erkennt schlu\u00dfendlich das es nicht die Leistung ist die einem auf der Karriereleiter eine Stufe aufsteigen l\u00e4\u00dft, sondern Gutwill oder Sympathie des daf\u00fcr Verantwortlichen oder die Bedienung mancherlei anderer Hilfsmittel, dessen Benutzung aber f\u00fcr den Au\u00dfenstehenden R\u00fcckschl\u00fcsse auf den Charakter solcher Personen ziehen lassen.<\/p>\n<p>Unweigerlich stellt sich mir die Frage: Will ich Mitglied einer Art werden die ich abgrundtief verabscheue? Mich selbst verspotten und hinter meinem R\u00fccken wissentlich das Hohnsprechen dulden? Will ich selbst zu einem kriechendem Heuchler werden, der versucht sich in der eigene Schleimspur rein zu waschen?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist wie Sport oder ein Spiel das haupts\u00e4chlich gepflegt und betrieben wird von einer bestimmten Spezies von Menschen die unter dem Sammelbegriff Parven\u00fc zusammengefa\u00dft werden k\u00f6nnen. 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