{"id":344,"date":"2011-06-23T15:41:35","date_gmt":"2011-06-23T14:41:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.philodex.net\/blog\/?p=344"},"modified":"2011-06-23T15:41:35","modified_gmt":"2011-06-23T14:41:35","slug":"frust","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.philodex.com\/lit\/frust\/","title":{"rendered":"Frust"},"content":{"rendered":"<p>&#8230;ist die Gef\u00fchlsregung, derer ich mir bewu\u00dft geworden bin, als die Erkenntnis \u00fcber mich kam dem Blendwerk einer fiktiven Sprosse der Erfolgsleiter zum Opfer gefallen zu sein. Real mich aber nicht mehr voran trieb als einen kleinen Schritt auf der endlosen n\u00e4chtlichen Autobahn namens Zukunft. Immer weiter hinein marschierend in das Dunkel der Nacht, stelle ich mit Best\u00fcrzung fest, da\u00df mein Schaffen eine Gradwanderung zwischen zwei Tr\u00e4umen &#8211; einem mir schlaflose N\u00e4chte bereitendem Alptraum und einem Wunschtraum vom erreichen eines, nur in meiner k\u00fchnsten Phantasie wahrhaftigen, irrealen Zieles ist.<\/p>\n<p>In der Isolation einer Traumfabrik in der ich als Traumt\u00e4nzer und als solcher nicht allein in meiner von L\u00fcgen entstellten und falschen Tatsachen verdrehten Seifenblase einer heilen Welt herum tanze. Verursacht durch das unaufh\u00f6rliche rezitieren, referieren und kommentieren von doppelz\u00fcngigen Lippenbekenntnissen nahezu diktatorischer Herrscher \u00fcber ein Imperium von \u00e4rmlichen Lohn und Gehaltsempf\u00e4ngern die unter dem Einflu\u00df des existenten Absolutismus das reflektieren auf Basis, These, Prinzip oder sogar stinknormale Denkprozesse im eitlen Morast der Arroganz ersticken lassen.<\/p>\n<p>Ohne einem Modell, System oder Konzept boomt die wirtschaftliche Talfahrt die am Papier retuschiert, besch\u00f6nigt und so, de facto in reziproker Korrelation zur ad\u00e4quaten Situation, an die, mit Verlaub gesagt, rechten Wegbegleiter unseres Souver\u00e4ns \u00fcberantwortet werden. Die unb\u00e4ndige Wut in mir w\u00e4chst von Tag zu Tag und schn\u00fcrt mich zu wie eine zu eng gebundene Krawatte die ich aufrei\u00dfen m\u00f6chte um meinen Zorn in alle Welt hinaus zu schreien. Hinaus zu schreien die Fragen &#8222;Sind denn alle um uns versammelten und ach so wichtigen Befehlshaber wirklich nur Laufburschen oder sind sie mit Blindheit geschlagen?&#8220; &#8211; &#8222;Wer vermag diesem tristen Treiben Einhalt gebieten?&#8220; oder &#8222;Vielleicht will man ganz einfach belogen werden?&#8220; Das Proletariat, besser noch der P\u00f6bel wird mit dem sinkenden Schiff untergehen aber wie wollen die Ratten ihren Hals aus dieser Schlinge ziehen, die sich stetig enger und enger um ihre Kr\u00e4gen schn\u00fcrt? Nicht allen, so meine Sehnen, wird dies gelingen und ganz gewi\u00df nicht dem letzten Glied, derer die nicht untergehen, werden sich nicht der Verantwortlichkeit entziehen k\u00f6nnen und sich \u00fcber kurz oder lang wieder zu Seinesgleichen, deren Herkunft verleugnend, sie im Status quo nicht wahr haben wollen, gesellen d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Dessen einsichtig geworden ist Wilhelm Busch vor 100 Jahren und schrieb es auf, wie treffender es kaum zu formulieren ist: Wenn einer, mit M\u00fche kaum, geklettert ist auf einen Baum, schon glaubt da\u00df er ein Vogel w\u00e4r&#8216;, so irrt sich der. Zitat Ende<\/p>\n<p>Voll Hoffnung vertraue ich auf eine mir unbekannte h\u00f6here Gerechtigkeit in den Genu\u00df &#8211; wer auch immer &#8211; kommen mag.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230;ist die Gef\u00fchlsregung, derer ich mir bewu\u00dft geworden bin, als die Erkenntnis \u00fcber mich kam dem Blendwerk einer fiktiven Sprosse der Erfolgsleiter zum Opfer gefallen zu sein. Real mich aber nicht mehr voran trieb als einen kleinen Schritt auf der endlosen n\u00e4chtlichen Autobahn namens Zukunft. Immer weiter hinein marschierend in das Dunkel der Nacht, stelle &hellip; <a href=\"https:\/\/www.philodex.com\/lit\/frust\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eFrust\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-344","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-antipode"],"aioseo_notices":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_likes_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.philodex.com\/lit\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/344","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.philodex.com\/lit\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.philodex.com\/lit\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.philodex.com\/lit\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.philodex.com\/lit\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=344"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.philodex.com\/lit\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/344\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.philodex.com\/lit\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=344"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.philodex.com\/lit\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=344"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.philodex.com\/lit\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=344"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}