{"id":396,"date":"2011-01-11T16:25:26","date_gmt":"2011-01-11T15:25:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.philodex.net\/blog\/?p=396"},"modified":"2011-01-11T16:25:26","modified_gmt":"2011-01-11T15:25:26","slug":"kaffeehaus-die-erste-oder-die-erklarung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.philodex.com\/lit\/kaffeehaus-die-erste-oder-die-erklarung\/","title":{"rendered":"Kaffeehaus die Erste oder die Erkl\u00e4rung"},"content":{"rendered":"<p>Das Kaffeehaus, von den T\u00fcrken uns beschert,<br \/>\nist jedem Wiener lieb und wert,<\/p>\n<p>daraus entstanden ist die Zuckerb\u00e4ckerei,<br \/>\ndie dem Wiener alles, nur nicht einerlei,<\/p>\n<p>keiner will darauf verzichten,<br \/>\nalso lasset mich berichten.<\/p>\n<p>Ob Minister oder Gauner,<br \/>\nbei Heiner, Gerstner oder Zauner,<\/p>\n<p>ebenso bei Sperl oder Landmann,<br \/>\ntrifft man Hausbesorger oder Amtmann,<\/p>\n<p>sogar die Herr&#8217;n vom Wei\u00dfen Haus und Kreml,<br \/>\nbesuchen Sacher oder Demel.<\/p>\n<p>Nehmen Platz in kleinen Nischen,<br \/>\ndie best\u00fcckt mit runden Tischen,<\/p>\n<p>nicht alleine der Getr\u00e4nke wegen,<br \/>\nist das Kaffeehaus so ein Segen,<\/p>\n<p>es hat schon fast das Monopol,<br \/>\nauf Pool Billard und Karambol,<\/p>\n<p>es wird Schach gespielt und tarockiert,<br \/>\nlaut und heftig diskutiert,<\/p>\n<p>weil in der Zeitung steht Kritik,<br \/>\nan Wirtschaft, Sport und Politik.<\/p>\n<p>Gem\u00fctlichkeit wird gro\u00df geschrieben,<br \/>\nW\u00fcrfel \u00fcber&#8217;s Brett getrieben,<\/p>\n<p>Dichtung wird kreiert,<br \/>\nLieder komponiert,<\/p>\n<p>doch zumeist, wird nur getrunken und gespeist,<br \/>\nMenschen die die Welt bereist,<\/p>\n<p>verk\u00fcnden Aktuelles und Geschichten,<br \/>\nand&#8217;re lauschen den Berichten,<\/p>\n<p>ob Wahrheit, M\u00e4rchen oder Sage,<br \/>\nist in keinem Fall die Frage,<\/p>\n<p>Geselligkeit hat gro\u00dfen Wert,<br \/>\nist beim Wiener h\u00f6chst begehrt,<\/p>\n<p>so ist der Wiener von Natur,<br \/>\nerhebt&#8217;s Kaffeehaus zur Kultur,<\/p>\n<p>und das ist nicht gelogen,<br \/>\nauch nicht \u00fcberzogen,<\/p>\n<p>denn es bedarf nicht vieler Worte,<br \/>\nwas w\u00e4r&#8216; ohne Schlag die Sachertorte,<\/p>\n<p>was w\u00e4r&#8216; ohne Schaum das Bier,<br \/>\nohne Tasten das Klavier,<\/p>\n<p>ohne Wasser der Matrose,<br \/>\nohne K\u00e4se der Franzose,<\/p>\n<p>was w\u00e4r&#8216; ohne Tintenfa\u00df der Federkiel,<br \/>\nund derer Beispiel g\u00e4b&#8216; es viel,<\/p>\n<p>es g\u00e4b ohne Frack kein&#8216; Diener,<br \/>\nund kein Kaffeehaus ohne Wiener,<\/p>\n<p>klar liegt auf dem Tisch,<br \/>\ndas Kaffeehaus, ist und bleibt, echt wienerisch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Kaffeehaus, von den T\u00fcrken uns beschert, ist jedem Wiener lieb und wert, daraus entstanden ist die Zuckerb\u00e4ckerei, die dem Wiener alles, nur nicht einerlei, keiner will darauf verzichten, also lasset mich berichten. Ob Minister oder Gauner, bei Heiner, Gerstner oder Zauner, ebenso bei Sperl oder Landmann, trifft man Hausbesorger oder Amtmann, sogar die Herr&#8217;n &hellip; <a href=\"https:\/\/www.philodex.com\/lit\/kaffeehaus-die-erste-oder-die-erklarung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eKaffeehaus die Erste oder die Erkl\u00e4rung\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[13],"tags":[37,38,32,39,40,41,26,42],"class_list":["post-396","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kaffeeoden","tag-einspanner","tag-gschamster-diener","tag-kaffeehaus","tag-kaffeespezialitaten","tag-kleiner-brauner","tag-mehlspeise","tag-mokka","tag-tradition"],"aioseo_notices":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_likes_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.philodex.com\/lit\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/396","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.philodex.com\/lit\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.philodex.com\/lit\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.philodex.com\/lit\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.philodex.com\/lit\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=396"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.philodex.com\/lit\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/396\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.philodex.com\/lit\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=396"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.philodex.com\/lit\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=396"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.philodex.com\/lit\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=396"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}