{"id":422,"date":"2011-03-01T18:24:06","date_gmt":"2011-03-01T17:24:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.philodex.net\/blog\/?p=422"},"modified":"2011-03-01T18:24:06","modified_gmt":"2011-03-01T17:24:06","slug":"kaffeehaus-die-funfte-oder-ein-tag-im-kaffeehaus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.philodex.com\/lit\/kaffeehaus-die-funfte-oder-ein-tag-im-kaffeehaus\/","title":{"rendered":"Kaffeehaus die F\u00fcnfte oder Ein Tag im Kaffeehaus"},"content":{"rendered":"<p>Vereinzelt gibt&#8217;s Personen,<br \/>\ndie im Kaffeehaus fast schon wohnen.<\/p>\n<p>Es beginnt der Tag ganz locker,<br \/>\nmit Ei im Glas und einem Mokka,<\/p>\n<p>dann mu\u00df er in die Firma gehen,<br \/>\nkurz nach seiner Arbeit sehen,<\/p>\n<p>gleich danach zum zweiten Fr\u00fchst\u00fcck,<br \/>\nwieder ins Cafe zur\u00fcck,<\/p>\n<p>weil der Hunger droht,<br \/>\nein belegtes Brot,<\/p>\n<p>eine Schale Nu\u00df hinterdrein,<br \/>\ndazu ein Gugelhupf darf&#8217;s auch noch sein,<\/p>\n<p>auf geht&#8217;s ins B\u00fcro, malochen,<br \/>\n\u00fcberl\u00e4\u00dft dem Cafetier das kochen,<\/p>\n<p>schon bald ert\u00f6nen laut die Mittagsglocken,<br \/>\ndie ihn wieder ins Kaffeehaus locken.<\/p>\n<p>Fragt den Ober: &#8222;Was geht schneller,<br \/>\nMen\u00fc oder Tagesteller?&#8220;<\/p>\n<p>Hm, oder vielleicht doch ein Gulasch und ein Weckerl,<br \/>\noder m\u00f6cht ich lieber Schinkenfleckerl?<\/p>\n<p>Ein Paar W\u00fcrstel, aber die mit Gulaschsaft?<br \/>\noder besser einen Suppentopf, der gibt Kraft!<\/p>\n<p>Linsen, Beuscherl, Tafelspitz,<br \/>\nm\u00f6cht ich essen auf einen Sitz<\/p>\n<p>der Hunger plagt ihn sehr,<br \/>\ndoch die Auswahl die f\u00e4llt schwer.<\/p>\n<p>Oder lieber doch die Depreziener,<br \/>\nNein! Als echter Wiener,<\/p>\n<p>ein Wiener Schnitzel mit Salat,<br \/>\ndas w\u00e4r&#8216; das richt&#8217;ge g&#8217;rad,<\/p>\n<p>f\u00fcllt Magen und die Pause,<br \/>\nstillt den Hunger bis zur Jause,<\/p>\n<p>dazu ein kleines Bier,<br \/>\nschw\u00e4nzt die Arbeit und bleibt hier.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend auf sein leiblich Wohl er achtet,<br \/>\ner die Leute im Cafe betrachtet.<\/p>\n<p>Eheleute schlichten ihren Krach,<br \/>\nein J\u00fcngling wird bei seiner Liebsten schwach,<\/p>\n<p>Vertr\u00e4ge wurden schon besprochen,<br \/>\ndie eine oder and&#8217;re Ehe schon versprochen,<br \/>\nauch Freundesbande sind gebrochen,<br \/>\naus der K\u00fcche hat&#8217;s schon mal verbrannt gerochen,<\/p>\n<p>Arbeitslose und Studierte,<br \/>\nlesen Zeitungen und Illustrierte,<\/p>\n<p>da ein Husten, dort ein Niesen,<br \/>\nein Clochard wird des Lokal&#8217;s verwiesen,<\/p>\n<p>weil, er hat gestunken,<br \/>\nvon einem anderen das Bier getrunken.<\/p>\n<p>Daneben sitzen Advokaten mit Klienten,<br \/>\nman findet \u00e4rzte und Patienten,<\/p>\n<p>sowie Priester, Hausfrauen und Piloten,<br \/>\nDemonstranten und Chaoten.<\/p>\n<p>Nicht zu definieren ist die Klientel,<br \/>\nob gem\u00fctlich oder schnell,<\/p>\n<p>niemand hat keinen Grund,<br \/>\nnicht zu gehen zu jeder Stund,<\/p>\n<p>wohin alle Wiener sich begeben,<br \/>\num das Leben zu erleben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vereinzelt gibt&#8217;s Personen, die im Kaffeehaus fast schon wohnen. 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