{"id":741,"date":"2005-11-01T16:03:22","date_gmt":"2005-11-01T15:03:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.philodex.net\/blog\/?p=741"},"modified":"2021-01-04T11:32:54","modified_gmt":"2021-01-04T10:32:54","slug":"demelchronik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.philodex.com\/lit\/demelchronik\/","title":{"rendered":"Demelchronik"},"content":{"rendered":"<p><strong>1786<\/strong> gr&uuml;ndete der aus W&uuml;rttemberg geb&uuml;rtige  Zuckerb&auml;cker Ludwig Dehne  am  Michaelerplatz gegen&uuml;ber dem B&uuml;hneneingang des alten k. k.  Hofburgtheaters im ersten Stock eines  Rokokohauses seine  Zuckerb&auml;ckerei  (Besitzer des Hauses ist Herzog von Arenberg).<\/p>\n<p><strong>1799<\/strong> stirbt Ludwig Dehne. Seine Witwe Antonia, geb.  Rie&szlig;, f&uuml;hrt das  Gesch&auml;ft weiter  und heiratet den ehemaligen ersten Gesellen Gottlieb  Wolfarth. Dehne wird Hoflieferant und hat das Monopol, das  Burgtheater zu betreuen.<\/p>\n<p><strong>1826<\/strong> stirbt Gottlieb Wolfarth.<\/p>\n<p><strong>1832<\/strong> stirbt Antonia Dehne-Wolfarth. Der Sohn Ludwig  Dehne&#8217;s, August  Dehne, &uuml;bernimmt das  Gesch&auml;ft und  heiratet die  Patrieziertochter Anna  Felbermayer,  Tochter des W&auml;schegesch&auml;ftsbesitzers &quot;Zum Herrnhuter&quot;.<\/p>\n<p><strong>1857 <\/strong>&uuml;bergibt August  Dehne das Gesch&auml;ft an seinen ersten Gesellen Christoph  Demel.<\/p>\n<p><strong>1867<\/strong> stirbt Christoph Demel, seine S&ouml;hne Josef und  Carl Demel &uuml;bernehmen  das Gesch&auml;ft,  das nun Ch. Demel&#8217;s S&ouml;hne hei&szlig;t.<\/p>\n<p><strong>1887-<\/strong> &uuml;bersiedeln die Br&uuml;der Demel in das  Palais am Kohlmarkt, da Kaiser <strong>1888<\/strong> Franz Joseph die Stadtbefestigung schleifen  lie&szlig; und unter anderem auch  das alte  Hofburgtheater und alle angrenzenden Geb&auml;ude der Spitzhacke  zum Opfer fielen. Die damals vornehmsten  Innendekorateure Portois  und Fix  waren mit der Ausgestaltung des Gew&ouml;lbes beauftragt, welche  die R&auml;ume in der Stildominante des  Rokoko, die Einrichtung im Stil des  Regency  ausgestalteten.<\/p>\n<p><strong>1891<\/strong> stirbt Carl Demel (Josef starb schon weit  fr&uuml;her), seine Witwe, Maria  Demel, geb.  Griensteidl, die Tochter des bekannten Cafetiers, f&uuml;hrte das  Gesch&auml;ft weiter.<\/p>\n<p><strong>1911<\/strong> stirbt Maria Demel und der Sohn Karl Demel  &uuml;bernimmt das Gesch&auml;ft,  das er bis  zu seinem Tode, 1917, offiziell f&uuml;hrt, mit Unterst&uuml;tzung der  eigentlichen Hausfrau, seiner Schw&auml;gerin, Anna  Demel, geb. Siding,  gesch. Gattin  seines Bruders Christoph, und mit ihrer Schwester,  Hermine Siding. Auch die dritte Schwester, Flora Siding, die  beim  Theater war lebt zur&uuml;ckgezogen im  Hause am Kohlmarkt. Ihre, aus  einer  ungl&uuml;cklichen Verbindung zu dem ungarischen Magnaten Nikolaus  von Szemere entstammende Tochter Klara,  wurde von Anna Demel  adoptiert und  war die vorderhand letzte Frau, die ihr Leben ganz in den  Dienst des Demel gestellt hat, wie  &uuml;berhaupt das ganze Schicksal des  Demel  immer wieder von Frauen bestimmt wurde.<\/p>\n<p><strong>1918 <\/strong>ging die  &Ouml;sterreichisch &#8211; Ungarische Monarchie unter, im Demel jedoch  schien die Zeit stillzustehen. Anna Demel  wachte streng dar&uuml;ber, da&szlig;  der alten  Ordnung Gen&uuml;ge getan wurde. Im Demel blieb ein Graf auch  in der Republik noch ein Graf, man hielt  seinem aristokratischen,  verarmten  Vorkriegspublikum die Treue. Trotz Verbot und Strafe lie&szlig;  Anna Demel weder auf dem Portal noch  auf den Konfektschachteln das  Emblem  K. u. K. Hofzuckerb&auml;cker streichen<\/p>\n<p><strong>1952<\/strong> wird Anna Demel, als erste Frau nach dem  Kriege, der Titel  Kommerzialrat  verliehen.<\/p>\n<p><strong>1956<\/strong> stirbt Anna Demel.<\/p>\n<p><strong>1957<\/strong> &uuml;bernimmt Klara Demel die Geschicke der  Hofzuckerb&auml;ckerei,  verheiratet  mit Baron Federico v. Berzeviczy-Pallavicini, der nach dem  Tode seiner Gemahlin Klara 1965 den Demel  weiterf&uuml;hrt. Der  hochbegabte K&uuml;nstler  Federico v. Berzeviczy-Pallavicini begr&uuml;ndet die  bis heute bestehende ma&szlig;gebende Stellung des Demel in  kunstvoller  Auslagengestaltung und  sensibel-artifizieller Verpackungskunst.<\/p>\n<p><strong>1972<\/strong> im Fr&uuml;hjahr wird der Demel an eine Schweizer  Gesellschaft verkauft.<\/p>\n<p><strong>1982<\/strong> werden die Salons im 1. Stock wieder  originalgetreu restauriert und dem  Publikum  zug&auml;nglich gemacht.<\/p>\n<p><strong>1991 <\/strong>Ein deutscher  Gesch&auml;ftsmann kauft den Demel.<\/p>\n<p><strong>1994<\/strong> durch die &Uuml;bernahme der Raiffeisenbank bleibt  der  K.  u. K. Hofzuckerb&auml;cker Demel die traditionsreiche Konditorei die  ihrem Ruf weiterhin gerecht werden wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1786 gr&uuml;ndete der aus W&uuml;rttemberg geb&uuml;rtige Zuckerb&auml;cker Ludwig Dehne am Michaelerplatz gegen&uuml;ber dem B&uuml;hneneingang des alten k. k. Hofburgtheaters im ersten Stock eines Rokokohauses seine Zuckerb&auml;ckerei (Besitzer des Hauses ist Herzog von Arenberg). 1799 stirbt Ludwig Dehne. Seine Witwe Antonia, geb. Rie&szlig;, f&uuml;hrt das Gesch&auml;ft weiter und heiratet den ehemaligen ersten Gesellen Gottlieb Wolfarth. 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