{"id":752,"date":"2005-11-01T16:25:05","date_gmt":"2005-11-01T15:25:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.philodex.net\/blog\/?p=752"},"modified":"2021-01-04T11:32:43","modified_gmt":"2021-01-04T10:32:43","slug":"der-demel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.philodex.com\/lit\/der-demel\/","title":{"rendered":"Der Demel"},"content":{"rendered":"<p>Im Herzen Wien&#8217;s, am Kohlmarkt N\u00b0 14, finden Sie den, \u201eK. u. K. Hofzuckerb\u00e4cker Ch. Demel\u2019s S\u00f6hne\u201c &#8211; der weder eine Konditorei noch ein Unternehmen, sondern eine Institution ist &#8211; und sich als solche nicht einfach beschreiben l\u00e4\u00dft; Einzigartig am Demel war und ist seine zuckerb\u00e4ckerische Unabh\u00e4ngigkeit. Die feilgebotenen Spezialit\u00e4ten werden ausschlie\u00dflich selbst produziert. Eine unsichtbare Schar von Fachleuten arbeitet unabl\u00e4ssig an all den feinen Demel-Chocoladen &#8211; von der wei\u00dfen bis zur dunklen &#8211; die nach wie vor in der Chocolaterie am Kohlmarkt komponiert werden. So auch die feinen Backwaren, die sich aus der Skala s\u00e4mtlicher Geschmacksnuancen von bitter- s\u00fc\u00df bis mildpikant ergeben und t\u00e4glich frisch von Hand gemacht werden. Die gleichfalls hausgemachten Bonbons werden von geschickten Fingern eingewickelt und in, von K\u00fcnstlern geschaffenen, Verpackungen h\u00e4ndisch eingelegt, die f\u00fcr sich gesehen schon kleine Kunstwerke sind. Nicht zuletzt deshalb sind Demel-Spezialit\u00e4ten schon immer beliebte Aufmerksamkeiten gewesen.<\/p>\n<p><strong>Der Beginn einer Legende<\/strong><\/p>\n<p>Begonnen hat alles im Jahre 1768 als sich ein Zuckerb\u00e4ckergehilfe aus W\u00fcrttemberg auf Wanderschaft begab und in Wien mit der Er\u00f6ffnung einer Zuckerb\u00e4ckerei, neben dem, etwa zehn Jahre zuvor gegr\u00fcndeten, Hof und Nationaltheater durch Kaiser Joesph II., se\u00dfhaft wurde.<\/p>\n<p>Er startete seinen Verkauf mit Gefrorenem, erweiterte mit Sorbetts und Mandelmilch. Schlie\u00dflich hat er seine Produktion auf Bonbons Faschingskrapfen, und verschiedene andere Backwaren ausgedehnt. Und bald schon, wenige Jahre nach der Gr\u00fcndung, gaben sich Kavaliere mit den sch\u00f6nen Wienerinnen bei allerhand kunstvoll geformten S\u00fc\u00dfigkeiten ein Stelldichein bei Dehne. Die Konditorei avancierte zum beliebten Treffpunkt, wie auch die folgenden Zitate dokumentieren.<\/p>\n<p><strong>Brief eines Eipeldauers &#8211; Anno 1810<\/strong><\/p>\n<p>\u201eEin unvergleichliches \u201eZuckercasino\u201c, wo alles in aner so eligant\u2019n Art herg\u2019richt is\u2019 das m\u2019r volli selber zu ein\u2019n Zuckerhued werd\u2019n m\u00f6cht\u201c.<\/p>\n<p><strong>Brief eines ausl\u00e4ndischen Diplomaten Anno 1826<\/strong><\/p>\n<p>\u201eEin prachtvolles Gew\u00f6lbe in dem 36 Menschen nicht gesch\u00e4ftig genug sein k\u00f6nnen um den W\u00fcnschen des Publikums zu entsprechen. Fremden N\u00e4schern raten wir, vorz\u00fcglich nachts zwischen acht und zehn das herrlich erleuchtete Lokal zu besuchen, wo durch Prismen das gl\u00e4nzende Licht das von oben herabf\u00e4llt vervielf\u00e4ltigt wird und alles was sich der Mensch an S\u00fc\u00dfigkeiten, B\u00e4ckereien und Schleckereien nur w\u00fcnschen kann, feilgeboten wird\u201c.<\/p>\n<p>Mit diesem Ruf wurde er sehr schnell \u201eHoflieferant\u201c und \u201eSisi\u201c die junge sch\u00f6ne Gemahlin von Kaiser Franz Joseph a\u00df ihr Veilchen Sorbett ausschlie\u00dflich von Ludwig Dehne, dessen Sohn August 1857 das Gesch\u00e4ft an seinen ersten Gehilfen Christoph Demel verkaufte. Zu diesem Zeitpunkt war der Ruf der Konditorei mit dem ehrenvollen Titel \u201eHoflieferant\u201c schon ins Ausland gedrungen.<\/p>\n<p>Die S\u00f6hne Christoph Demel\u2019s schlie\u00dflich waren es, die die Konditorei folgerichtig \u201eK. u. K. Hofzuckerb\u00e4cker Ch. Demel\u2019s S\u00f6hne\u201c nannten und im Jahre 1888 am Kohlmarkt N\u00b014 etablierten. Fortan wurde die Zuckerb\u00e4ckerei im Volksmund der \u201eDemel\u201c genannt.<\/p>\n<p>Christoph Demel und seine S\u00f6hne \u00fcbernahmen ein Erbe von Dehne, das sie meisterhaft verstanden weiter zu f\u00fchren und folgten dem vorgegebenen Weg. Der Erfolg, wie die folgenden kurzen Anekdoten erz\u00e4hlen, lies nicht auf sich warten.<\/p>\n<p><strong>Des Kaisers Fr\u00fchst\u00fcck<\/strong><\/p>\n<p>All morgendlich bekam der Kaiser zum Fr\u00fchst\u00fcck s\u00fc\u00dfes Geb\u00e4ck von Katharina Schratt vorgesetzt, das wie sie vorgab von ihr selbst frisch zubereitet war. Aus der \u201eGer\u00fcchtekonditorei\u201c wird jedoch verbreitet, da\u00df sie sich die Mehlspeise regelm\u00e4\u00dfig, heimlich vom Demel liefern lie\u00df.<\/p>\n<p><strong>Meldung von die Neue Freie Presse Anno 1915<\/strong><\/p>\n<p>Zu Weihnachten beorderte Kaiser Franz Joseph Herrn Demel pers\u00f6nlich nach Sch\u00f6nbrunn &#8211;<\/p>\n<p>\u201eum selber die Auswahl seiner s\u00fc\u00dfen Geschenke zu treffen, die er den reichen Christbaumgaben f\u00fcr die Frauen und vor allem f\u00fcr die Kinder seiner Familie beilegt\u201c. Die Audienz beim Kaiser versetzte Herrn Demel jedesmal in solche Aufregung, da\u00df er davor und danach stets einen Tag im Bett liegen bleiben mu\u00dfte.<\/p>\n<p><strong>Und noch eine Momentaufnahme vom Demel<\/strong><\/p>\n<p>Am Weg nach Monte Carlo stoppte ein Herr, russischer Abstammung, mit bodenlangem Pelzmantel, betrat den Demel, bestellte Cognac und Bonbons. Den Cognac trank er gleich &#8211; im Stehen und die Bonbons lie\u00df er sich in den, vor der T\u00fcre wartenden, Wagen &#8211; voll &#8211; f\u00fcllen, f\u00fcr die Damen von Taburin. (=T\u00e4nzerinnen)<\/p>\n<p>1918 ging die \u00d6sterreichisch &#8211; Ungarische Monarchie unter &#8211; im Demel jedoch schien die Zeit stillzustehen. Anna Demel, die mittlerweile die Geschicke des Demel\u2019s in die Hand genommen hatte, wachte streng dar\u00fcber, da\u00df der alten Ordnung Gen\u00fcge getan wurde. Im Demel blieb ein Graf auch in der Republik noch ein Graf, man hielt seinem aristokratischen, verarmten Vorkriegspublikum die Treue. Trotz Verbot und Strafe lie\u00df Anna Demel weder auf dem Portal noch auf den Konfektschachteln das Emblem \u201eK. u. K. Hofzuckerb\u00e4cker\u201c streichen.<\/p>\n<p><strong>&#8230; ausschlie\u00dflich selbst von Hand produziert.<\/strong><\/p>\n<p>Damals wurden die dargereichten Spezialit\u00e4ten ausschlie\u00dflich selbst von Hand produziert. Unaufh\u00f6rlich wurden neue Geschmacksnuancen kreiert, verkostet, verbessert, noch einmal getestet und erst nach \u00dcbereinstimmung aller, das es eines Demel\u2019s w\u00fcrdig sei, wurde es an die Kunden weitergegeben, ohne dabei zu vergessen, da\u00df die alte schon traditionelle Mehlspeis\u2019 nicht vernachl\u00e4ssigt werden darf. So geschah es, da\u00df durch das zwei Jahrhunderte lange unerm\u00fcdliche \u201ewerken\u201c der Heinzelm\u00e4nnchen in der Demel &#8211; Backstube die heutige breit gef\u00e4cherte Palette der Torten, Strudeln, Schnitten, Bonbons, Teegeb\u00e4ck, Cremes du jour, Gefrorenem usw. schier unendlich lang erscheint.<\/p>\n<p>Und genau diese Handarbeit ist es, die den Demel zu seinem heutigen Ruf verholfen hat und genau diese Handarbeit ist es, die bis heute beibehalten wurde.<\/p>\n<p>Und wer heute dem Demel einen Besuch abstattet, besucht ein St\u00fcck Vergangenheit. Die Rezepte all der feinen handgemachten Leckereien werden wie ein Staatsgeheimnis geh\u00fctet und haben sich auch nicht ver\u00e4ndert. Die Fachingskrapfen werden zum Beispiel bis dato in Butterschmalz herausgebacken, so wie sie schon der Kaiser als Kind vorgesetzt bekam.<\/p>\n<p><strong>Als Kaiser Franz Joseph sechs Jahre alt war schrieb er an seinen Bruder Max:<\/strong><\/p>\n<p>\u201eUm halb sechs Uhr, welches die Stunde des \u201eGutes\u201c (gemeint ist eine Jause) war, setzten wir uns hin und zuerst wurde Caf\u00e9 mit einer Menge B\u00e4ckerei serviert, nachher kamen Faschingskrapfen, Gefrorenes, Mandelmilch und Bonbons von Dehne\u201c (heute Demel).<\/p>\n<p><strong>Viele wu\u00dften des Demel\u2019s Backware zu sch\u00e4tzen<\/strong><\/p>\n<p>Ob Hofball, wohlt\u00e4tiger Eliteball, komtessengezierter Hausball, Krampuskr\u00e4nzchen oder unter aristokratischen Weihnachtsb\u00e4umen: hier konnte Demel nicht fehlen. Keines dieser Feste ohne seine Bonbons und seine Mehlspeisen, ohne seine S\u00fc\u00dfigkeiten und seinem Lebkuchen. Waren doch die Hauptattraktion der Hofballbuffets riesige Pyramiden von sogenannten Hofzuckerln und Lebkuchen von Demel. F\u00fcr jeden Hofballbesucher war ein halbes Kilogramm dieser K\u00f6stlichkeiten zum Mitnehmen berechnet &#8211; eine Erlaubnis von der die Herren reichlich Gebrauch machten, denn Lebkuchen vom Demel, das waren vielbegehrte Mitbringsel f\u00fcr Ehefrau, T\u00f6chter oder die Dame des Herzens.<\/p>\n<p><strong>Der Demelgast<\/strong><\/p>\n<p>Nicht nur Majest\u00e4ten, sondern auch die wiener Aristokratie und das patrizische B\u00fcrgertum verkehrte im Demel. Die Eintragungen in den G\u00e4steb\u00fcchern lesen sich wie das \u201ewho is who\u201c der Donaumonarchie und reichen bis zu den heutigen Spitzen aus Politik und Wirtschaft, von Film und B\u00fchne, der Hochfinanz und der gekr\u00f6nten H\u00e4upter. Wie z. B. Katharina Schratt (langj\u00e4hrige Vertraute des Kaisers), Pauline von Metternich, Anthony Quinn, Michael Piccoli, Larry Hagman, Liza Minelli, Edward Kennedy, Yitzak Rabin, Georg Bush, Caroline von Monaco, K\u00f6nig Hussein, Est\u00e9e Lauder, Jimmy Carter, Martin Scorsese, K\u00f6nigin Sirikit, usw.<\/p>\n<p><strong>Selbst \u201ewas Mode war\u201c erfuhr man im Demel<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Was Mode war, erfuhr man vorab durch Frau Benesch und Frau Ulam, akzeptierte Lebedamen, die als einzige weibliche Wesen ohne Herrenbegleitung ins Sacher durften und beim Demel am sogenannten &#8222;Kokottentisch&#8220; sa\u00dfen. Dieser lange Tisch, an dem auch ein paar Herren ihren Stammplatz hatten, stand damals hinter dem Bonbonkasten, der die Mitte des Verkaufsraumes einnahm. Wenn in Paris ein neues Modell herauskam &#8211; Frau Benesch und Frau Ulam waren die ersten Wiener Damen, die es besa\u00dfen. Und die Aristokratinnen erschienen beim Demel, um sich zu informieren.&#8220; (Gotthard B\u00f6hm)<\/p>\n<p><strong>Demelinerinnen<\/strong><\/p>\n<p>Betreut wurden die ehrenwerten Demelg\u00e4ste von den Demelinerinnen. Mit Demelinerinnen sind jene Demel &#8211; Damen gemeint, die gekleidet in schlichtem Schwarz mit ein wenig Wei\u00df, seit der Gr\u00fcndung des Hauses um das Wohl der G\u00e4ste besorgt sind. Diese guten Geister kamen einst immer aus derselben Klosterschule. Sie traten als junge M\u00e4dchen in die Dienste des Hofzuckerb\u00e4ckers, erhielten ihre Demeltracht, lernten die Demelsprache und geh\u00f6rten fortan zur Familie. In der Demelsprache hie\u00df es anstatt \u201eHaben Sie schon gew\u00e4hlt?\u201c &#8211; im einer Mischung aus Majest\u00e4tsplural und der H\u00f6flichkeitsform \u201eHaben schon gew\u00e4hlt?\u201c. Diese Form der Anrede ist bis heute beibehalten worden.<\/p>\n<p><strong>Die Zw\u00f6lf \u201ePosten\u201c.<\/strong><\/p>\n<p>Die Demel-Zuckerb\u00e4cker sind hochspezialisierte Fachleute, die eines gemeinsam haben: Sie sind Eingeweihte. Als Lehrlinge durchlaufen Sie zun\u00e4chst einmal alle zw\u00f6lf &#8222;Posten&#8220;, so hei\u00dfen die Arbeitsstationen der Zuckerb\u00e4ckerei. Nachdem ihnen die Geheimnisse des s\u00fc\u00dfen Handwerks bekannt sind, spezialisieren sie sich je nach Neigung und Arbeitsanfall auf einige wenige der \u201ePosten\u201c, die da sind: Eisposten, Tortenposten, Sacherposten, Potizenposten, K\u00e4seposten, Teigposten, Anschlagposten, Teeb\u00e4ckereiposten, Dessertposten, Bobonposten, Dekorposten und Chocolaterie.<\/p>\n<p><strong>Dazu aus dem Time Life Magazin:<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Vor einigen Jahren hatte ich die gro\u00dfe Ehre, beim Strudelbacken in Demels K\u00fcche zuzuschauen. Seitdem wundert es mich nicht mehr, da\u00df Demels ausgezogener Apfelstrudel eine Wiener Ber\u00fchmtheit ist. Man hatte mich zu 6 Uhr morgens in die K\u00fcche bitten lassen.(&#8230;)<\/p>\n<p>In Demels K\u00fcche stand ein gro\u00dfer Tisch, auf dem ein wei\u00dfes, mit Mehl best\u00e4ubtes Tuch lag. Der Strudelteig wurde in die Mitte gelegt und mit einer bemehlten Backrolle in alle Richtungen ausgerollt. Dann nahmen die genannten Experten die Sache in die ebenfalls bemehlte Hand. Sie zogen langsam, vorsichtig und gleichm\u00e4\u00dfig an dem Teig, bis er d\u00fcnn, immer d\u00fcnner und schlie\u00dflich durchsichtig wurde. Er bedeckte nun den gesamten Tisch und hing sogar an den Seiten wie das Tuch herunter. Es war das Stadium erreicht, bei dem jede Hausfrau vor Spannung den Atem anh\u00e4lt, denn eine kleine falsche Bewegung reicht aus, um das hauchfeine Gebilde zu zerrei\u00dfen.<\/p>\n<p>Es war mir sofort klar, da\u00df ich ein derartiges Mi\u00dfgeschick bei Demel nicht erleben w\u00fcrde. Die beiden gesch\u00e4ftigen Herren machten n\u00e4mlich \u00fcberhaupt keinen gespannten Eindruck, sondern sahen gelassen und selbstbewu\u00dft aus. (Joseph Wechsberg)<\/p>\n<p><strong>Ein Demel-Zuckerb\u00e4cker erz\u00e4hlt dazu:<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Die gn\u00e4dige Frau (Klara von Berzeviczy-Pallavicini, geborene Demel) war beim Ausziehen des Teiges besonders genau. Sie lie\u00df uns so lange ziehen, bis der Teig so hauchd\u00fcnn war, da\u00df man darunter Zeitung lesen konnte.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Vom kalten Buffet<\/strong><\/p>\n<p>Aber auch das kalte Buffet entwickelte sich in \u00e4hnlicher Art und Weise. Neben Sachertorte, Burgtheater &#8211; Linzertorte, Apfelstrudel, Milchrahmstrudel, Schokoladen und Bonbons gibt es auch t\u00e4glich eine gro\u00dfe Auswahl am kalten Buffet, wie Filet Wellington, G\u00e4nseleberpastete, verschiedene Salate und auch warme Gerichte wie Huhn &#8211; Nudel &#8211; Bries, Krautfleckerl, Schinkenfleckerl und viele andere typisch wienerische K\u00f6stlichkeiten.<\/p>\n<p><strong>Treffend formuliert<\/strong><\/p>\n<p>\u201eSowohl die Zuckerb\u00e4ckerei, die nur noch vom kalten Buffet \u00fcbertroffen wird, als auch das kalte Buffet, das nur noch von der Zuckerb\u00e4ckerei \u00fcbertroffen wird, warten mit immer neuen K\u00f6stlichkeiten auf, mit unvergleichlichen und unnachahmlichen Spezialit\u00e4ten, von denen jede einzelne gen\u00fcgen w\u00fcrde, um eine Konditorei ber\u00fchmt zu machen\u201c. (Friedrich Torberg)<\/p>\n<p>Das so entstandene Ansehen des Demel\u2019s, das heute noch G\u00fcltigkeit hat, ist nach wie vor stets in aller Munde und wurde von K\u00fcnstlern vielerarts honoriert. Wie Sie vielleicht wissen &#8211; Friedrich Torberg hat dem Demel zwei Kapitel in seinem Buch \u201eTante Jolesch\u201c gewidmet, und den Film \u201eUrbis Konditor\u201c \u00fcber ihn gedreht. Gerhard Bronner schrieb ein Lied \u00fcber die Demelinerinnen welches von Helmut Qualtinger gesungen wurde.<\/p>\n<p>Unendlich viel g\u00e4be es noch zu erz\u00e4hlen aber der Demel l\u00e4\u00dft sich, wie eingangs schon erw\u00e4hnt, nicht so einfach wie ein anderes Unternehmen beschreiben. Ein ganzes Buch k\u00f6nnte man f\u00fcllen mit Anekdoten, Hist\u00f6rchen, Geschichtlichem, Wissenswertem und Interessantem aus der, \u00fcber 200 Jahre alten, Tradition das Hauses Demel.<\/p>\n<p>\u201eDen &#8211; DEMEL &#8211; mu\u00df man einfach sehen und sich von seinen einzigartigen erlesenen Gaumenfreuden verf\u00fchren lassen, welche im unverwechselbarem Demel &#8211; Ambiente kredenzt werden\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Herzen Wien&#8217;s, am Kohlmarkt N\u00b0 14, finden Sie den, \u201eK. u. K. Hofzuckerb\u00e4cker Ch. Demel\u2019s S\u00f6hne\u201c &#8211; der weder eine Konditorei noch ein Unternehmen, sondern eine Institution ist &#8211; und sich als solche nicht einfach beschreiben l\u00e4\u00dft; Einzigartig am Demel war und ist seine zuckerb\u00e4ckerische Unabh\u00e4ngigkeit. Die feilgebotenen Spezialit\u00e4ten werden ausschlie\u00dflich selbst produziert. 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