Kaffeehaus die Dritte oder 2. Die Schnitte

Ein Teigblatt oben, unten in der Mitte,
gefüllt mit einer Creme, das ist die Schnitte,

der Geschmack ist der Creme Spiel,
derer Variationen gibt es viel‘,

die Oberscreme ist eine Wucht,
mit Vanille, Schoko oder Frucht,

Orangen- und Bananenschnitte,
die mit Zitronen ist im Bund die Dritte,

Weichselrahm- Maroni- und Kaffee-,
tiefgekühlt das Fragilite,

die Schönbrunnerschnitte steht zur Wahl
die Kronprinz- und die Kardinal-,

die Elisatbeth- für Sisi steht,
die Schnitte bürgt für Qualität,

nach altbewährter Sitte,
die adelige Kaiserschnitte,

auf besond’ren Wunsch
wird sie gefüllt mit Punsch

die Mozart und die Amadeus,
alle sind ein Hochgenuß,

so sind’s unendlich viele an der Zahl,
daß die Entscheidung wird zur Qual.

Kaffeehaus die Dritte oder 1. Der Strudel

Hauchdünner Teig, das ist die Hülle,
innen drin die leck’re Apfelfülle,

mit Rosinen, äpfel, Brösel, Zimt,
wird der Geschmack bestimmt,

der Strudel, sehr beliebt und weit verbreitet,
wird auch mit Kirschen, und Marillen zubereitet.

in der Hülle, dünner als Papier,
eingelegt sind Weichsel, Zwetschke, Birne hier,

Rhabarber, Erdbeer, Pfirsich dort,
lange läßt sich setzen diese Liste fort,

damit niemand seines Strudels wird beraubt,
wird er gefüllt, mit allem was erlaubt,

auch Mohn und Nuß gereichen ihm zu Würde,
ganz gleich ob er gezogen, Beugel oder mürbe.

Kaffeehaus die Dritte oder Die Mehlspeisen

Das Kaffeehaus ist für jeden,
der die Mehlspeis mag, ein Garten Eden,

Gemütlich ist der Wiener, gut genährt,
weshalb der Zuckerbäcker wird verehrt,

wie all die süßen Sachen die auf der Theke steh’n,
sind schön geschlichtet, lecker anzuseh’n,

und erst die Gerüche, dich betören,
wollen dich beschwören,

jeder Vorsatz wird gewendet,
jäh, wir die Diät beendet,

wenn die Dame an der Bud’l,
offeriert, den Apfelstrud’l,

eine lockere Biskuittroulade,
derer Fülle ist aus Marmelade,

oder wollen sie es lieber trocken,
dann wird eher sie verlocken,

Briochekipferl, Striezel oder Stollen,
Pinsen oder Früchtebrot, wie sie wollen.

Auf keine Fall ist zu vergessen,
gerne wird der Gugelhupf gegessen,

der aus Germteig ist gebacken, mit Bravour,
aus Schokolade die Glasur,

tausend Sorten Teegebäck,
der Marillen und der Zwetschkenfleck,

aus Marzipan gibt’s kleine Apferl,
aus Brandteig zarte Krapferl,

der Plunder- und der Butterteig,
sind ein wahrer Fingerzeig.

Doch ohne Buttercreme und Marmelad‘,
wär‘ die Mehlspeis richtig fad,

was würde man in die Kolatschen stopfen,
wenn nicht Powidl oder Topfen.

Der Gaumen wird verwöht,
der Mehlspeis‘ Optik noch verschönt,

mit Streußel, Hagelzucker, Mandelsplitter, non pareille,
doch das ist ein eigenes Essay.

Komm einfach ins Cafe und lassen dich leiten,
mit Augen, Mund und Nase durch die Köstlichkeiten,

fühl dich wohl, laß dich geh’n und genieß‘
ein einzigartig‘ Mehlspeisparadies.