Wir sind getrennt und doch so nah,
eine geist’ge Brücke, sie ist da,
wie meine Liebe, echt und wahr,
die Du, zu meiner Freud‘, erwiderst gar.
Autor: Walter
Eins anstatt Keinem
Einen Mann gesucht,
nicht gefunden und geflucht,
im ander’n Zimmer noch versucht,
kam ins Stübchen,
fand kein Bübchen,
sah Dein Grübchen,
so ein fesches Mädl,
würdevoll und edel,
gehst mir nicht mehr aus’n Schäd’l.
Ist’s ein Traum?
Unfaßbar ist’s, – als wär’s ein Traum
– als hing die Welt an einem Apfelbaum
– als wär‘ der Ozean nur Seifenschaum,
unbegreiflich wie der Welt’n Raum,
unbeschreiblich ist’s, ich glaub es kaum,
Ich bin Dein und Du bist mein, es ist kein Traum.
Allein zu zwei’n
Ich lieb‘ sie sehr, die Einsamkeit,
Noch mehr mag ich die Zweisamkeit.
Ich bin hier,
fernab von Dir,
so unendlich fern,
fast wie auf einem ander’n Stern,
als ob ich auf die Erde runter schau,
seh‘ Ozeane, leuchtend blau,
seh‘ Inseln, derer zwei – ein Paar,
sind braun und gleichen sich auf’s Haar,
mir ist als würden sie sich regen,| … weiterlesen
Wieder hier
Du bist weg gewesen,
hab‘ mich abgelenkt, hab‘ viel gelesen,
hab‘ mit Freunden geplaudert und gelacht,
dennoch viel an Dich gedacht,
bist nicht lang geblieben,
hab‘ Dir trotzdem diese Zeil‘ geschrieben:
Die Entfernung ist nicht wichtig, zählt nicht viel,
zurück in Deine Arme finden ist das Ziel.