Der Kellnerlehrling

nach Johann Wolfgang Goethe’s „Der Zauberlehrling“

Hat der alte Oberkellner
Sich doch einmal wegbegeben!
Und nun sollen seine Gäste
Auch nach meinem Willen leben.
Seine Wort‘ und Werke
merkt ich und den Schmäh,
und mit Geistesstärke
brau nun ich Kaffee.

Braue! braue,
manche Bohne,
daß zum Lohne,
Mokka fließe
und der reiche, volle Braune
in die Tasse sich ergieße.

Und | … weiterlesen

Der Kochlehrling

nach Johann Wolfgang Goethe’s „Der Zauberlehrling“

Hat der alte Küchenchef
sich doch einmal wegbegeben!
Und nun sollen seine Töpf‘
auch nach meinem Willen leben.
Seine Kräuter und Gewürze
merkt ich und den Brauch,
auf die Töpfe ich mich stürze
koche ich jetzt auch.

Koche! koche
manch‘ Gericht,
wird ein Gedicht,
weil Soßen fließen
Reich und voll mit Geschmack
über’n Braten | … weiterlesen

Der Seidelkönig

nach Johann Wolfgang Goethe’s „Der Erlkönig“

Wer werkt so spät im Restaurant Schinakl?
Es ist der Willi, der Lackl;
Er hält sein Seiderl wohl in der Hand,
Es ist kalt und voll bis and den Rand.

„Mein Seiderl, frisch gezapft, das ist Pflicht!“
„Siehst, Willi, du die Gäste nicht?
Die Gäste hektisch und in Eile?“
„Halt aus, mein Seiderl, für | … weiterlesen

Der Alkkönig

nach Johann Wolfgang Goethe’s „Der Erlkönig“

Wer ziagt so spät durch’s nächtliche Wean?
S’is da Vickerl mit sein Hawara, den Grean;
Er hat sein Hawara fest in Griff,
zaht em no mit auf an Pfiff.

„Greana, was zieg’st n‘ so a G’fries, mei Bua?“
„Heast Vickerl, du bist ja eh scho‘ zua,
und hast an muatsdrum Rausch in G’sicht!“
„Mei | … weiterlesen