Auf und ab

Es mag stimmen,
daß es einfach, eine Leiter zu erklimmen,

jedoch kaum erklommen,
gerade oben angekommen,

unter dir gib Acht,
daß nicht eine Sprosse kracht.

Wann ist es genug

Seit der Mensch ist auf die Welt gestiegen,
lebt er, nicht einfach, nicht gediegen,
will zwar im Schoße der Natur sich wiegen,
will aber bis zur Sonne fliegen,
will Zeit und Raum gar biegen,
will die Ebbe und die Flut besiegen,
will vor allen ander’n an der Spitze liegen,
hat der Mensch denn nie genug vom „Kriegen“?

Bitterer Lohn

Eine Firma wird verwaltet und erhalten,
von Menschen, jungen und auch alten,

doch jede einzelne Person,
was zählt die für die Firma schon?

So wollen wir ’nen Mann besehen,
und was mit ihm geschehen;

täglich er zur Arbeit geht,
sein Handwerk wohl versteht,

war immer pünktlich, kam nie zu spät,
hat jeden morgen Freundlichkeit gesät,

in langer Jahre Arbeit war | … weiterlesen

Schoko-Bal-lade

Einst gegossen in die Form,
die Zeit erhob’s zur gült’gen Norm,

früh’rer Tage von einem Mönch entdeckt‘,
was jedermann auch gegenwärtig schmeckt.

Ob dem noblen Herr‘, ob dem kleinen Kind,
ein Stücklein Schokolade, ganz geschwind,

niemand hat etwas dagegen,
welch ein Segen.

Auch die Damen, an Gewicht schon überschüßig,
werden ihrer niemals überdrüßig.

Was wäre Ostern oder Weihnacht‘,
wenn niemand | … weiterlesen

Von Mensch und Tier

Es ist der eine dünn der and’re dick,
unansehnlich oder chic,

ob mit Krawatte oder ärmel aufgekrempelt,
ein jeder wird einmal zum Tier gestempelt,

hör’s fast jeden Tag,
stellt‘ mir irgendwann die Frag‘,

paßt der Mensch in dies‘ Gefüge,
oder ist’s das Tier das ich betrüge?

Es gibt wohl keine Grund,
warum der, der arm ist, ist ein Hund,

und | … weiterlesen