Bin ich nicht hier …

Oft geh‘ ich weg von Dir, weit – an einem anderen Ort;
geh‘ nicht, ohne Bildnis Deiner, fort;

das Bildnis, in mir eingemeißelt,
das Bildnis, von dem ich so gefesselt,

ich trag’s bei mir, sei’s noch so fern,
unter rauher Schale, in sanftem Kern.

Wo immer ich verweilen mag,
behüte ich bei Nacht und Tag,

behüte ich auf jeder Reise| … weiterlesen

Verzagt

Es ist Abend; in meinem Schlafgemach
lieg‘ ich todmüde, im Gedanken hell und wach.

Gedanken, die von Dir gelenkt,
von mir geschrieben und Dir geschenkt.

Es ist nicht der Duft der Rose, den ich vereh’r,
nicht Jasmin das ich begeh’r,

nicht der Kirsche Blüte weiß und rein,
kann tiefster Wunsch des Herzens sein.

Deiner Haare Duft, süß und lieblich,
Deiner | … weiterlesen

Demel

… die Norm

Einst gegossen in die Form,
die Zeit erhob’s zur gült’gen Norm,

früh’rer Tage von einem Mönch entdeckt‘,
was jedermann auch gegenwärtig schmeckt, …

So beginnt die epische Ballade,
über Zuckerguß, Konfekt und Schokolade,

in verwandter Art und Weise,
trug sich zu des Demel’s, durch die Zeit’n, Reise.

Der Demel anno domini 1894

Hört, Ihr Völker all der | … weiterlesen

Aus der Traum

Aus tiefstem Schlafe aufgeschreckt,
hat dich etwas geweckt,

ob’s eine Vision, die schwebte in der Luft,
ob’s vermeintlich war ein ganz besond’rer Duft,
oder jemand deinen Namen ruft,
wie eine Seifenblase ist’s verpufft.

So achte stets auf Zeit und Raum,
ob‘ geschieth im Leben oder Traum.

Erstlingswerk

08. Dezember 1976

Ich gehe auf der Straße und sehe einen Spatz,
er sitzt auf der Straße und macht keinen Platz,
er sitzt auf der Straße und frißt ein paar Körner,
ich stehe auf der Straße mir wachsen gleich Hörner,
er sitzt auf der Straße und guckt mich blöd an,
ich stehe auf der Straße und weiß was ich tun | … weiterlesen