Müde

Ich weiß nicht mehr wieviel Tage, Wochen und Monate ich ununterbrochen mit nichts anderem als Arbeit zugebracht habe. Stunde um Stunde dieser mir endlos erscheinenden Zeit habe ich das letzte für den Job gegeben. Kraftlos, schlaff und abgespannt ohne ein bißchen Mumm in den Knochen sitze ich vor meinem Schreibtisch der übergeht vor Anfragen, Angeboten, Briefe, Konzepten und Strategien. Draußen ist dunkle Nacht und das grelle Licht meiner Halogen Schreibtischlampe schmerzt in meinen Augen, die ich kaum noch offen halten kann. Bin bettreif und döse nur noch vor mich hin. Das durchdringende Läuten des ruhelosen Telefon hält mich wach. Lahm, matt und schläfrig habe ich mich irgendwann aufgerafft und bin nach Hause gegangen. Ermattet und erschöpft komme ich dort an und will noch privates aufarbeiten, vorbereiten zum Erledigen, aber ich bin zu fertig, zu kaputt dazu. Entkräftet falle ich ins Bett, kann aber nicht schlafen bin zu aufgewühlt, zuviel unerledigtes ist noch in meinem Kopf das mich bewegt und allein der Gedanke daran läßt mich schwer atmen. Mein ganzer Körper ist geschwächt und schmerzt mich bis ins Knochenmark. Das ich eingeschlafen bin merke ich erst als der Wecker am morgen läutet und ich schweißgebadet aufwache.

Hat mich der Job ruiniert? Hat mich die Firma gebrochen?

%d Bloggern gefällt das: